Berührung – Ich habe es gespürt

Diese eine Berührung. Inmitten der stürmischen See. Stehen wir am Fenster. Dicht. Und doch Distanz. Respektvoll. Ich habe es gespürt. Alles. Auch DAS. Deine Hand. Habe ich mich erschrocken? Habe ich gezuckt? Unsicherheit. In mir. Der tiefe Respekt. Jahre mit professioneller Distanz und gleichem Ziel. Achtung. Vor dem, was du tust. Vor dem, wie du bist. DIESE Grenzen abzulegen. Die andere Grenze überwinden. Die Nähe zu einem Mann? Einem anderen? Wie fühlt sich das an? Für dich? Für mich? Kann ich das? Überhaupt? Jetzt? Jemals?

Ich wollte mich arrangieren. Mit mir selbst. Mit meinen Gefühlen. Ehrlich! Ohne ein solches Geheimnis. Einfach so, wie es ist. Sonntag. Du machst es mir leichter. Auf diesem Weg weiterzulaufen. Am Fenster. Deine Berührung. DIESE Berührung. Nicht die davor. Nicht die danach. DIESE! Sie war zu kurz. Keine Zeit, um genau zu fühlen, wie sich das in mir drin anfühlt. Nein. Es war mir nicht unangenehm. Mehr davon. Länger. Deutlicher. Auf die gleiche Weise. Ich will es wissen. Nicht, ob ich kann. Nicht, ob du darfst. Nicht, ob du willst. Ich will es! Und ich will wissen, ob es mir Gänsehaut macht.

Wie es sich anfühlt

Während ich schreibe, schließe ich die Augen. Stehe mit dir am Fenster. Ich will mich erinnern. Noch einmal fühlen. War es wahr? Mein Wunschdenken? Habe ich es mir eingebildet? Wie soll ich das rausfinden? Dich fragen? Fragezeichen! So unsicher und zweifelnd war ich noch nie. Verlegen. Fragend. Kein Vertrauen in mich selbst. Hab ich mein Gefühl verloren? Das, das mir immer den Weg zeigt? Hast du? Oder hast du nicht? Doch. Ich habe es gespürt. Deine Hand. Vorsichtig. Zurückhaltend. Mit Achtung und Respekt. Bloß nicht aufdringlich sein. Ohne zu viel von dir preiszugeben. Ohne mir zu nah kommen zu wollen. Distanz wahren – um sie zu brechen. Taktvoll. Unsicherheit. Auf beiden Seiten. Wolltest du, dass ich es spüre? Wolltest du unbemerkt fühlen, wie es sich für dich anfühlt? Nicht die vielen anderen Berührung. Zwischen Tür und Angel. DIESE eine Berührung. Anders. Besonders. Gefühlvoll. Ein erstes Mal auf Tuchfüllung gehen. Mein Tanzbereich. Dein Tanzbereich. Frauen verstehen, was ich meine.

Ich habe es gespürt – Zu kurz

Ein vorsichtiges Herantasten. Hast du dich erschrocken? Hast du gezuckt? Wie war es für dich? Fragst du dich auch, ob es wirklich passiert ist? Geht es dir genauso? Wie hat es sich für dich angefühlt? Für mich? Zu kurz. Zu zart. Nein, nicht zu zart. Liebevoll. Warum nicht einen Augenblick länger? Einen kleinen Moment. Der Klarheit bringt? Deutlicher? Damit wir BEIDE wissen? Weiß ich? Weißt du? Ich weiß es nicht. Ich weiß eben doch nicht immer alles. Es ärgert mich. Den Moment anhalten. Die Welt anhalten und einfach nur fühlen. Empfinden. Denn diese eine Berührung – viel bedeutsamer, als alles andere. Viel tiefer als mein schönes Zeug. Viel mehr als unsere Worte. Er war zu kurz, dieser eine Augenblick. Ebenso wie der zweite. Von dem ich noch nichts gesagt habe. Und doch: Ich habe es gespürt.

Fragen

Unsicherheiten? Zweifel? Hast du mich wirklich berührt? War es IHR unangenehm? Wolltest du, dass ich DIESE Berührung nicht spüre? Ambivalenz. Mut zur eigenen Courage? Iwie sowas…  Warst du auch unsicher? So, wie ich? Was war DAS? Wie reagiert SIE? Warum macht er nicht weiter? Warum sagt oder tut SIE nichts? Hat es DIR nicht gefallen? Ist der Funke nicht übergesprungen? War ich zu forsch? Ist sie noch nicht bereit? Will sie überhaupt? Kann sie überhaupt? Darf ich überhaupt? Jetzt? Jemals? Ist sie noch nicht soweit? Warum machst du nicht weiter? Warum nicht deutlicher? Kommen die Kinder rein? Wie geht es weiter? Warum hat sie nicht erwidert? Was bedeutet das? Woran denkt sie? Warum stellst DU dich neben mich und überspielst, was du getan hast? Diese Berührung? Worauf wartest DU? Soll ICH mich trauen?

Antworten

Ich habe es gespürt. Und wenn ich die Augen schließe, spüre ich es wieder. Immer und immer wieder. Ich genieße. Die Erinnerung. Sie macht Sehnsucht. Tiefe Sehnsucht. Eine, die bedeutsamer geworden ist, als DIE andere. Jetzt. Ein schönes Gefühl. Ein Gefühl, das ich genießen kann. Eins, das mir Ruhe bringt. Eins, das mich erdet. Etwas. Ohne Trauer. Ohne mit dem Schicksal zu hadern. Ohne ein schlechtes Gewissen. Ohne Zweigleisigkeit. Frei von Gedanken, die nicht dir gelten.

Wenn ich die Augen schließe und mich erinnere, kann ich atmen. Ohne. Getragen von Schwermut. Weil du nicht bei mir bist. Weil ich mich nicht nur erinnern will. Weil ich spüren will. Ich weiß, dass ich kann. Jetzt. Nicht allgemein. Ich kann. Mit DIR.

Du darfst nicht. Du sollst. Du musst. Weil es sich richtig anfühlt. Weil es das Richtige ist. Weil es mir gut tut. Weil es dir gut tut. Weil ich geträumt habe und ich weiß. Es MUSS! DU musst. Ich KANN nicht.Weil ich wissen muss, wie es sich anfühlt. Wenn DU mich berührst. Weil dieses Gefühl mir so viel bedeutet. Weil es DAS Gefühl ist, das entscheiden wird.

Es berührt mich

Dass du es SO gemacht hast. Mich berührt. Auf DIESE Weise. Respektvoll. Ohne Forderungen. Ohne Erwartungen. Ohne Selbstverständlichkeit. Nicht schüchtern. Nicht anzüglich. Du hast mich ehrlich berührt. Aufrichtig und respektvoll. Ich habe es gespürt. Inmitten meiner Zweifel hast du mich berührt. Zur richtigen Zeit, auf die richtige Weise. Du wirst es wieder tun. Mich berühren. Auf diese Weise.

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