Lebenslügen?

Mein Herz gehört den Mutigen – so soll es bleiben. Manchmal möchte ich eine Ausnahme machen. Hin und wieder begegnen mir Menschen – verstrickt in Lebenslügen. Mut zur Wahrheit fehlt. Vielleicht sind Lebenslügen Lebensfeigheit geschuldet. Schlechter Kindheit, schlechten Vorbildern oder besonderen Verstrickungen? Es gibt viele Gründe, warum ein Mensch gerade nicht ehrlich ist oder ehrlich sein kann oder sein will. Kann man solche Menschen weniger lieben, wenn sie womöglich gar nicht anders können? Kann man Lügner lieben? Sie mögen? Wie kann man sich mit Lebenslügnern arrangieren, wenn man selbst so nicht ist? Was sind Lebenslügen? Warum SIND sie? Die Lebenslügen? Warum lügen Menschen und warum muss man vielleicht über Lügen hinwegschauen?

Wahrheit, Ehrlichkeit, Geradlinigkeit

Starke Attribute. Wichtig? Für mich definitiv. Beinahe meine Lebenselixiere. Mein Leben ohne Lügen? Nein. Aber in den großen Dingen. Mein Innen-Inventar. Gut sortiert. Gut reflektiert. Aufgeräumt – auch wenn mich sonst ein Chaos umgibt. In grundlegenden Belangen bin ich ehrlich. Kompliziert und anstrengend ehrlich. Ich haue meine Statements raus und stoße damit den Menschen oft vor den Kopf. Unerwartet, ungefiltert, unbeschönigt. Nicht selten ein schockierender Augenblick.

Warum bin ich so? Warum mache ich das? Warum schone ich die Menschen nicht? Ist das Rücksichtslosigkeit? Freude am Polarisieren? Nein! Es ist das, was viele vorgeben, sich zu wünschen. Ehrlichkeit. Unbeschönigt. Klare Verhältnisse. Klarheit. Aber vertragen sie es auch? Oder ist der Wunsch nach Ehrlichkeit selbst auch nur eine dieser Lebenslügen? Klingt schließlich viel besser, wenn man sagt, man will die Wahrheit hören. Anstatt zu sagen, man möchte eigentlich nur dann die Wahrheit hören, solange sie gefällig ist. Ja, in diesem Sinne ertappe auch ich mich bei einer Lebenslüge. Zumindest ab und zu. Ich mag mir gefällige Wahrheiten nämlich auch lieber als unliebsame Ehrlichkeiten. Und doch: Selbst DIESE Lebenslüge ist eine Lebensehrlichkeit. Ich stehe zu ihr. Ich benenne sie klar.

Die größte deiner Lebenslügen?

Liebst du mich? Bitte antworte ehrlich – aber auf jeden Fall sollte, nein MUSS jetzt ein klares “Ja” über deine Lippen kommen! Ein gefälliges “Ja” ist so wunderbar schön und ehrlich. Muss ich nicht hinterfragen. Warum auch? Es gibt keinen Grund. Mit diesem ehrlichen “Ja” machst du mich glücklich. Sagst mir, was ich mir wünsche. Was ich hören will. Es gibt eigentlich keinen Grund, misstrauisch zu sein? Oder? Besteht dein Leben nur aus Lügen? Lebenslügen?

Geradlinigkeit – Das war nicht nur eine Frage

Ehrlichkeit, Wahrheit, Geradlinigkeit. Starke Attribute. Die wichtig sind für das eigene Seelenheil. Eine Art Lifestyle. Die Art, mit der man sich entscheidet, durch´s Leben zu gehen. Und oft auch die Basis aufgrund derer man andere Menschen betrachtet.

“… immer geradlinig?”

Das ist nicht nur eine Frage! Das war Ausloten. Und die Frage verrät sehr viel über den, der sie stellt.

  • Der Fragende hält sich selbst nicht für geradlinig.
  • Er sinniert, ob er bei DEM Vergleich besser wegkommen würde.
  • Es ist ihm bewusst, dass seine mangelnde Geradlinigkeit alles gefährden könnte.
  • Er will vorbeugen, sollte (sic!) ein möglicher Vergleich (sic!) für ihn schlecht ausfallen.

Dabei gibt es diesen Vergleich nicht. Außerdem sollte man über die Angst des Vergleichs reden, anstatt alleine zu sinnieren oder das Gegenüber vor vollendete “Schlussfolgerungen” eines Solo-Gedankenspiels zu stellen.

Aber es geht um etwas anderes. Es geht um das Zwischenmenschliche. Zwischen zwei Menschen. Und die Geradlinigkeit zu sich selbst. Wie geradlinig gestaltest du dein Leben?

Hat man bei einem Menschen Chancen, wenn dieser Geradlinigkeit als Lebensmodell zugrunde legt? Was ist, wenn dieses Lebensmodell mit dem eigenen – aus welchen Gründen auch immer – jetzt gerade nicht übereinstimmt? Chancenlos? Welche Folgen hätte es, wenn man sagen müsste:

“Du, ich war da nicht ganz ehrlich!”

Hintergrund dieser Frage – Du wolltest ausloten: Würdest DU damit alles in Gefahr bringen? Wenn es auffliegen würde, dass es dir an Geradlinigkeit mangelt?

Warum ist Geradlinigkeit so wichtig?

Einst im Maschinenbau beheimatet, weiß ich:

Die kürzeste Verbindung zwischen zwei Punkten ist eine Strecke. Die durch beide Punkte verlaufende und in beide Richtungen unbegrenzte und somit unendliche Linie bildet eine Gerade.

Was in der Geometrie so klar formuliert ist, lässt sich auf das Zwischenmenschliche übertragen und ein Lebensmodell konzipieren, das ziemlich geile Vorteile, aber abgesehen von den beiden festen Punkten keine Grenzen hat:

  • ohne Umwege
  • direkte Verbindung
  • reduzierte Gefahrenstellen
  • grenzenlos (es Vertrauen)
  • endlose Verbindung

Wie im Konstruktionsbüro können Striche, Linien und Geraden mit Bleistift korrekturfreundlich gezogen werden – oder verbindlich mit Tusche aufgerissen.

Ich bin keine Heilige und jeder Mensch hat seine eigene Definition dessen, was unter Geradlinigkeit zu verstehen ist. Kann ich einen Menschen lieben, ehren und achten, der nicht geradlinig lebt? Die Antwort: Ja! Darum ist es so gekommen und so, wie es ist, ist es gut und richtig. Doch die Frage geht mir im Kopf herum. Haben WIR das gleiche Verständnis, was Geradlinigkeit ist? Wie wichtig sie ist?

Kopfkino

Du bist mein Kopfkino! Ich stehe morgens auf. Mein erster Gedanke gehört dir. Ich gehe zum Schlafen. Mein letzter Gedanke gilt dir. In der Nacht träume ich von dir. Arbeiten kann ich nicht, weil ich dauernd Kopfkino habe. Du bist so fern. Und doch bist du so nah! Egal was ich tue – du bist dabei. Immer. Mein Kopfkino – in all dem Chaos; in all dem Auf und Ab. Aufwärts. Es geht doch! Es lohnt sich, auszuhalten. Zu hoffen. Weiter zu machen.

Meine Worte – scharf wie Messers Schneide!

Ich weiß! Ich bin deine Herausforderung. Keine leichte Kost. Ich lasse nicht locker. Weil ich es gesehen habe. In meinem Traum! An dem ich festhalte und um den ich kämpfe. Weil er richtig ist. Wir wissen! Ich… und du auch! Du hälst sie aus – meine Worte. Scharf wie Messers Schneide. Oft verletztend. Oft herausfordernd. Provokant. Und nicht in Watte verpackt. Das muss man(n) erst mal können! Wie oft hast du mich dafür verflucht? Wegen der mächtigen Worte? Du hast es auch. Das Kopfkino. Darum hälst du sie aus. Du erträgst sie. Weil du weißt, wie sie gemeint sind. Nicht in Watte gepackt. Hart, frontal, direkt und nicht immer der feinsten Art. Doch sie sind ehrlich und unmissverständlich.

Ich stelle mir oft vor, wie dir die Kinnlade runter fällt, wenn sie bei dir ankommen. Meine messerscharfen Worte. Sie regen dich auf. Sie bringen dich zur Weißglut. Manchmal 😉 Ja, ich bin anstrengend. Ich weiß. Doch egal, wie scharf die Klinge meiner Worte sind – du nimmst sie an. Weil du weißt, dass sie berechtigt sind. Weil du über meine Worte nachdenkst. Auch bei dir – Kopfkino! Was meint sie? Woher weiß sie? Wieso weiß sie immer? Mein Kopfkino! Mein Herz und mein Gefühl. Ohne darüber nachzudenken. Es ist einfach – SO!

Wir zwei? Die Symbiose! 2.0. Die Perfektion… Verlockend! Verheißungsvoll! Nur fachlich? Nein! Anziehend. Unser Kopfkino! Alles, als alles andere. Nicht so, wie andere dieses Wort verstehen. Kopfkino – das ist Erfüllung. Auf allen Ebenen. Wir lachen zusammen. Wenn niemand mehr etwas zu lachen hat. Wir haben es – das, was denen fehlt. Vorsprung! Erfahrung! Wissen! Routine! Fachliche Kompetenz!

Unser Kopfkino

Es war da. Schon in der ersten gemeinsamen Nacht. Turbolenzen. Na und? Stärke! Es ist Stärke, die uns ausmacht. Die uns von denen unterscheidet. Ideale, für die wir stehen. Ideale, die uns ausmachen. Aufrichtigkeit. Bereit, die Grenzen zu überschreiten; denn Ideale sind es wert, das Richtige zu tun. Es macht uns an! Dich – und genauso mich. Haben wir eigentlich was zu verlieren??? Nein!

Dir geht es auch so. Du kannst deinen Kopf nicht ausschalten. Dein Job! DORT sitzt du – und liest meine Nachrichten. Keine Antwort von dir… es ärgert mich! Ich bin ungeduldig. Ich WILL es endlich wissen!!! Na und? Ich spüre es. Du wartest darauf. Auch, wenn du gerade nicht antworten kannst. Du bist da. In Gedanken bei mir. Ich habe es verstanden. Und doch habe ich es. Das Kopfkino. Warum antwortest du JETZT nicht? Ich will, dass du mir JETZT antwortest. Und doch weiß ich, dass dies eben nicht immer sofort geht. Es ist mir egal.

Ich will es trotzdem! Es ist mein Kopf. Ich kann ihn nicht ausschalten. Immer mit dir verbunden. Jederzeit. Rund um die Uhr. Im Schlaf. Am Tag. Bei der Arbeit. Selbst auf dem Klo. Du bist mein Suchtmittel. Alles dreht sich um dich. Jeder Tag. Jede Stunde. Jede Minute und jede Sekunde. Müsste ich es jemand erklären – ich könnte es nicht einmal. Dauerkarte Kopfkino!

Heute – eine besondere Nacht?

Ja. Du bist zur Ruhe gekommen. Endlich! Weil du verstanden hast, dass ich kompromisslos an deiner Seite stehe. Es war vor ein paar Tagen. Bestätigung. Sicherheit. Mails! Türen zu! Mein Weg wird auch zu deinem Weg! Der Weg zu 2.0 – du hast dich entschieden!

Dein Kopfkino! Zwei Buchstaben. Weg. Nimmer. Na und!? Du bist meine Herzensangelegenheit. Habe ich DAS richtig interpretiert? Es würde nichts ändern! Meine Worte haben Bestand! Und genauso meine Gefühle! Es ist fünf Uhr in der Nacht. Du schläfst. Ich bin wach.

Weil ich Kopfkino habe und DIR dein Kopfkino DAZU ersparen möchte! Weil du dich vielleicht mit der Frage quälst, was ich dazu denke…

Ich will, dass du JETZT weißt, dass es NICHTS ändert. Ich will, dass du DIESE Sicherheit JETZT hast. Dass du nicht darauf warten musst, bis ich wach sein werde!

Weil ich dir sagen will:

“Es würde keine Rolle spielen!”

Wenn es DAS ist. Ich sage nicht, dass es mir egal ist. Doch ich sage DIR:

“Es würde NICHTS ändern.”

Ich schenke dir nicht mein Herz, um es zurück haben zu wollen. Oder es DAVON abhängig zu machen!

Liebe heißt ANNEHMEN! Mit allem. Mit allem, was dich ausmacht! Zu lernen, mit allem klar zu kommen, was zu dir gehört. DAS ist Liebe! Ich mache meine Gefühle nicht von irgendetwas abhängig. Denn sie SIND!

Gleich versuche ich zu schlafen. Du stehst bald auf. Deshalb habe ich dir diese Zeilen geschrieben. Damit du nicht darüber grübelst, ob es eine Rolle spielt. Ob diese zwei Buchstaben etwas ändern… nein, das tun sie nicht. Während du an diesem Samstag-Morgen dein Chaos lebst, liege ich noch im Schlaf und überhöre meine 78 Wecker… Es ist einfach nur ein Samstag – nach einer anstrengenden Woche. Einer beschissenen Woche.

Ich schlafe aus und wenn ich das erste Mal meine Augen um die Mittagszeit aufmache, gehört mein erster Gedanke DIR! Weil ich dich liebe.

Haben wir was zu “besprechen”?

Nein! Wenn es DAS ist, was ich dir per PN geschrieben habe – dann ist es eben so. Es würde nichts (!!!) ändern! Sag mir einfach nur, OB es das ist! – Damit ich mein Kopfkino DAZU anhalten kann. OB und WANN wir darüber reden, spielt keine Rolle! Uns beide verbindet so etwas Großes… DAS, das, Schatziiii, DAS ist Liebe!!!

Was mich ausmacht – ich sage UND dazu

“Was mich ausmacht – ich sage UND dazu”

Damit DU verstehst.

Männer und Frauen sortieren andere Menschen dem Prinzip Schubladendenken folgend ein. Unterbewusst und automatisch. Weil wir Bewertung brauchen, um uns zu orientieren. Schubladendenken ist einfach und oftmals dem Schutz geschuldet, nicht verletzt zu werden oder auf die Nase zu fallen. Wir folgen einem schützenden Urinstinkt, der uns aber häufig dazu verleitet, Menschen in die falsche Schublade zu stecken.

EINE Handlung, EINE Eigenschaft, EIN Wort, EIN Satz oder EIN was auch immer genügt, um die Schublade aufzumachen, den Menschen einzusortieren und zu verurteilen. Das ist nicht fair und das verrät UNSERE Ideale.

Was mich ausmacht – ich sage UND dazu – damit du es verstehst

  • Ich bin Kämpferin UND Mensch mit Gefühlen.
  • Ich bin die Taffe UND ich bin verletzbar.
  • Ich bin bewundernswert UND ich bin deiner Liebe würdig.
  • Ich habe eine große Klappe UND war am Sonntag verunsichert.
  • Ich habe gesagt, es wird nicht leicht UND habe mich verliebt ohne es zu wollen.
  • Ich habe deinen Worten vertraut UND fühle mich jetzt durch sie verletzt.
  • Ich habe Gefühle zugelassen UND fühle mich jetzt damit alleine.
  • Ich habe dir geholfen UND dich dadurch verloren.
  • Ich kenne die Verräter UND gehöre nicht zu denen.
  • Ich stehe kompromisslos auf deiner Seite UND weiß nicht, warum du das nicht merkst.
  • Ich schreib für dich UND nicht über dich.
  • Ich schreib schönes Zeug UND werde dir nicht schaden.
  • Ich beanspruche Zeit UND will mehr Nähe zu dir.
  • Ich schreibe dir über mich UND will zeigen, wie wichtig du mir bist.
  • Ich sage es in Worten UND meine Worte lügen nicht.
  • Ich habe bei dir geweint UND habe mich dir anvertraut.
  • Ich erzählte dir diese Dinge UND hoffte, dass du sie verstehst.
  • Ich kämpfe um dich UND mir geht die Kraft aus.
  • Ich will, dass du mich kennenlernst UND ich will, dass du dir dafür Zeit nimmst.
  • Ich liebe dich UND will nicht verletzen.
  • Ich will Klarheit UND brauche Klarheit.
  • Ich habe meinen Mann verloren UND ich liebe DICH mit vollem Herzen.

Was mich ausmacht und warum ich UND dazu sage

Eine mich sehr bewegende Werbekampagne über die ich gerade schreibe ruft dazu auf, Menschen nicht nur anhand EINER Eigenschaft zu bewerten. Die Kampagne zielt darauf ab, immer mit einem UND um eine weitere Eigenschaft zu ergänzen, wenn man NUR wegen einer Eigenschaft bewertet wird.

Diese Idee finde ich klasse und ich finde sie sehr passend, um DICH anzusprechen. Du hast dich in mich verliebt, weil wir auf der gleichen Seite stehen. Weil ich eine der wenigen bin, die deine Ideale aus Überzeugung teilt und seit vielen Jahren dafür einsteht – ohne Wenn und Aber.

Du hast dich in mich verliebt – so wie ich bin. Mit all diesen Dingen, die mich ausmachen. All die Dinge, die dafür verantwortlich sind, dass ich mich aus Überzeugung für UNSERE Ideale einsetze. Genauso wie du.

Dazu gehören

  • meine Gefühle
  • meine Schwächen
  • meine Geduld
  • mein Durchhaltevermögen
  • meine Liebe
  • meine Stärke
  • meine Überzeugung
  • meine Verwundbarkeit
  • meine Tränen
  • mein Lachen
  • meine Worte
  • meine Ideale
  • mein Wissen
  • meine Intuition
  • meine Loyalität
  • mein Fachwissen
  • meine Ehrlichkeit

Herzensmann, du hast dich in ALL das verliebt, was mich ausmacht – das UND gehört dazu. Jedes UND ist ein Teil von mir. Die Grabenkämpfe der anderen haben in Vergessenheit geraten lassen, dass all diese UND´s Teile von mir sind, ohne die ich nicht das sein könnte, was du an mir liebst. Du hast dich in mich verliebt mit allen Eigenschaften, die zusammen mein ICH prägen – sie sind das, was mich ausmacht!

Deine UND´s – ich liebe sie alle!

Die Kampagne #sagUNDdazu richtet sich an Frauen – Werbung eben. Aber: Sie gilt auch für Männer! Ein paar DEINER UND´s kenne ich schon. Sie machen dich “komplüziert” – egal. Ich bin das auch. Einfach wäre langweilig. Mir ist es egal, was dich kompliziert macht.

Ich nehme dich so an, wie du bist. Mit allem, was DICH ausmacht:

  • Dein Job
  • Deine Zeit
  • Dein Chaos
  • Deine Kinder
  • Deine Feinde
  • Deine Schwächen
  • Deine … was auch immer´s

DAS ist es, was große LIEBE von Verliebtheiten und unsubstanziellen Beziehungen unterscheidet.

Wir können das, was passiert ist, nicht ändern. Aber wir können etwas anders tun!

Lass uns einander die Hände reichen und wieder zusammen an den Punkt vor den Grabenkämpfen gehen – DAS war echt und DORT sollten wir weitermachen.

Hast Du gewusst, dass besonders die, die taff wirken, die Sensibelsten sind? Dass die, die die meiste Güte aufweisen/geben die sind, die als erstes schlecht behandelt werden? Hast Du gewusst, dass die, die sich am meisten um andere kümmern, die sind, auf die Acht gegeben werden sollte? Hast Du gewusst, dass die 3 schwierigsten Dinge auszusprechen “Ich liebe dich”, “Es tut mir leid” und “Bitte hilf mir” sind? Selbst wenn eine Person lächelt, heißt es nicht, dass es ihr gut geht, schau hinter das Lächeln, um zu sehen, wie groß die Not ist, in der sich die Person befindet.

Mein Herz ist in Liebe …

… ich kann nicht mehr atmen.

… ich kann nicht mehr denken.

… ich kann nicht mehr schreiben.

Keine Berührungen, keine Küsse, keine Herzen, kein schönes Zeug. Keine unbedachten Worte mehr. Kein Privates mehr. Nur noch Qual. Nichts Herzliches mehr. Stattdessen Kommunikation über Intriganten, Abschaum und Kriminelle. Nicht einmal um des Guten willen. Verfangen in den Abgründen der anderen.

Ich bin Lebensaufgabe. Ich habe verstanden. Aufgeben von deinem Leben. Mich empfindest du als Gefangenschaft.

Das ist demütigend, schlimmer noch als Abschied. Ich liebe dich. Aber so darf ich nicht sein. Das bin nicht mehr ich. Das ist Mord an meiner Seele. Das ist Mord an meinem Herzen. Ich habe mich zu meiner Liebe und zu meinem Verletztsein bekannt. Vielleicht verstehst du irgendwann.

Ich hab mich so sehr in dich verliebt …

… und das habe ich mir nicht ausgesucht

Am Anfang hast du mich gebeten, uns eine Chance zu geben. Ich wollte nicht. Ich hatte die große Liebe gefunden – und sie blieb viele Jahre unerfüllt. Mehr Schmerzen, mehr alleine sein – als sie einfach zu genießen. 23 Jahre kämpfen. Das tat weh. Nie mehr wollte ich diesen Schmerz erleiden. Darum wollte ich mich nie mehr verlieben. Jetzt ist es passiert. Ohne, dass ich es wollte.

JETZT

Ich überlege, ob ich dir Unrecht tue. Schon wieder nehme ich dir deine kostbare Zeit, um dir meine Dinge mitzuteilen. Ich überlege, ob ich mich dafür entschuldigen soll, dass ich deine Zeit schon wieder verschwende, weil dich schon wieder “volllabere”.

Nein. Dafür entschuldige ich mich nicht. Denn du bist mir wichtig und ich will, dass du DAS weißt und ich will, dass DU weißt, dass ich am Ende bin.

Meine Worte sind nicht mächtig. Sie sind eine Liebeserklärung an dich.

DAFÜR ENTSCHULDIGE ICH MICH NICHT!!!

Worte, mit denen ich mich vielleicht auch einfach nur zur Idiotin mache und die vielleicht irgendwann mal jemand anders gezeigt bekommt.

Ich will dich nicht bevormunden. Ich will dir nicht sagen, was du tun sollst. Ich will dir kein Geständnis abringen, das du nicht geben willst oder kannst.

Ich will, dass Du Dir die Zeit nimmst, das JETZT zu lesen. DAS zu verstehen. MICH zu verstehen. Wenn ich dir wichtig bin, KANNST du das Richtige tun.

Fragen über Fragen

Mir gehen Gedanken durch den Kopf, die ich nicht will. Doch sie tun es einfach. War ich Mittel zum Zweck? Bist du mir gegenüber nicht ehrlich gewesen? Bin ich zu egoistisch, weil ich keine Geduld habe? Bin ich dir gegenüber jetzt nicht fair und soll ich weiter an dich und deine Worte glauben? Soll ich noch länger in der Warteschleife ausharren, weil am Ende alles gut wird? Schlage ich dich in die Flucht, weil ich schon jetzt “fordere”? Liest du eigentlich, was ich schreibe? Ringe ich dir ein “Geständnis” ab, wenn ich dir jetzt schreibe, dass meine Reserven aufgebraucht sind? Darf ich dir noch mehr Zeit stehlen? Empfindest du das so? Mache ich mich zum Volldeppen, weil ich dir nachlaufe? Empfindest du überhaupt etwas für mich? Empfindest du das gleiche, wie ich für dich? Laufe ich dir nach? Oder muss ich schon um dich kämpfen?

Vielleicht sitzt du gerade im Auto – auf den Weg nach Hamburg, Berlin oder sonst wohin. Ja, dann sollst du mir nicht antworten. Ich will nicht, dass dir was passiert. Vielleicht bist du im Gericht. Dann sollst du JETZT für deine Mandanten da sein – später für mich. Vielleicht musst du dich um deine Kinder kümmern. Ja, sie müssen, sollen und dürfen dir wichtiger sein, wie ich.

Vielleicht liegst du auch im Krankenhaus. So, wie damals mein Mann. Wir waren verheiratet – trotzdem sagte mir niemand Bescheid.

Mich zerfrisst die Sorge und der Kummer, NICHTS zu wissen. Hier sitzen zu müssen. Abwarten. Bis … ja, bis wann denn überhaupt??? Höre ich überhaupt noch einmal was von dir? Wenn ich dich nicht darum bitte???

Männer und Frauen – wir sind anders

Ich mache dir keinen Vorwurf, dass du jetzt gerade keine Zeit für mich hast. Am Anfang habe ich dir gesagt, es wird kompliziert. Du und ich – das KANN nicht funktionieren. Dein Job. Mein Leben. Die Zeit. Die Entfernung. Die Menschen, denen wir helfen. Die Baustellen. Viele Gründe. Doch du sagtest, wir finden Lösungen. Ich soll nicht für dich entscheiden. Wir schaffen das schon.

Ich traue mich nicht mehr, dich zu stören. Weil ich vor dem, was du tust, größte Achtung habe. Weil es wichtig ist, weil es niemand gibt, der es besser könnte. Doch Verstand und Herz sind zwei paar Dinge. Was mein Kopf zulässt, bricht mir jetzt gerade das Herz.

Ich kann mich beherrschen. Mich zusammenreißen. Doch ich als Frau bin und fühle anders, wie du als Mann.

Du denkst vielleicht:

“Wenn wir Zeit haben, findet sich alles…!”

Ich denke:

“Wenn ich liebe, wird alles zur Nebensache!”

Migräne. Termine. Stress. Ja, alles möglich. Aber kein Grund, mich zu vergessen. Denn SO fühlt sich das gerade für mich an. Ich denke darüber nach:

“Er ist ein Mann. Pragmatisch. So sind sie eben. Aber ich bin Frau. Ich stelle in Frage. In mir kommen Zweifel, ob du dich wirklich verliebt hast.”

Das Wertvollste was ich zu vergeben habe ist meine Ehrlichkeit

“Man muss nicht alles kompliziert machen!”

Das hast du gesagt. Ich frage mich:

“Mache ich es JETZT kompliziert?”

Nein. Ich kämpfe mit mir selbst. Die Selbstachtung eines Schützen. Die Gefühle, die in mir toben. Du sagtest, ich soll sie zulassen. Ich habe vertraut – und jetzt ist das passiert, was ich NIE MEHR IM LEBEN erleben wollte.

Die Ungeduld, endlich Klarheit zu haben. Zu wissen, ob wir zwei überhaupt als Paar zusammenfinden können. Ob der Funke überspringt und ob das Verliebtsein stark genug ist, nach Lösungen zu suchen.

Nicht die wenige Zeit ist mein Problem. Ich bin auch nicht die nächste falsche Partnerin. Denn ich habe vor deiner Arbeit den größten Respekt, den dir überhaupt ein Mensch dafür zollen KANN. Weil ich das gleiche Ziel habe.

“Da potenziert sich was!”

Auch das hast du geschrieben. Aber nur, wenn wir uns zusammentun. Es zusammen angehen. Unsere Fähigkeiten zusammenwürfeln. Effizient werden. Zeitmanagement. Abräumen. Zurückholen. Doch das geht nicht. Nicht so. Wenn nicht einmal die Zeit bleibt, sich zu sehen. Miteinander reden zu können. Uns kennenlernen. SO wachsen wir weder im Kampf zusammen. Noch im Privaten.

Jetzt entfernen wir uns voneinander.

Meine Ehrlichkeit zwingt mich, dir meine Gefühle zu schreiben. Weil du mir wichtig bist und ich Angst vor meinem Stolz habe. Der zwingt mich, das jetzt zu beenden – um mich selbst zu schützen. Um mir neben dem Herzen nicht auch noch meine Würde zu brechen.

Nicht die Zeit ist das Problem

Ich will nicht auf dich warten, wenn ich nicht weiß. Wenn ich keine Klarheit habe. Wenn ich wüßte, wäre mir die Zeit egal. Ich bin keine Klette. Ich brauche keine Aufmerksamkeit im Sekundentakt. Ich brauche einfach nur Klarheit. Weil ich weiß, dass ganz viele andere Menschen DEINE Zeit brauchen – weil nur du ihnen helfen kannst.

Ich brauche von dir etwas anderes. Und davon hast du JETZT nichts mehr für mich übrig. Deine lieben Worte. Deine Aufmerksamkeit. Deine Beachtung. Die Nähe zu dir. Dein Denken an mich. Deine kleinen und freiwilligen Geständnisse an mich – zwischen den Zeilen. Ein Wiedersehen. Eine Berührung.

Heute ist Dienstag

“Schnellstmöglich treffen…”

Deine Worte. Ich s-c-h-r-e-i-b-e dir. Du antwortest:

“Wann?”

Ich habe keinen Terminkalender. Wann kannst DU?

Keine Antwort.

“Dienstag?”

Keine Antwort.

Was? Was soll ich tun? Ich verstehe das SO nicht!

Gestern

Um 21:30: raus aus Facebook. PC aus. Heute 13:30 Uhr: Immer noch kein Facebook. Ist es dir aufgefallen? Noch vor 3 Wochen hast du dir Sorgen um mich gemacht. Gestern? Heute? Nichts. Keine “Wo bist du?” Nachricht. Kein Anruf. NICHTS!

Interessiert es dich noch?

Ich gewöhne mich an das Verletzt-Sein. Ich weine nicht mehr. Ich leide heimlich und still. Meine Lunge versagt. Meine Nieren sind vergiftet. Wasser im Körper. Krankenhaus? Geht nicht. Heute Nacht betäubt. Nicht mit Alkohol wie bei unserem letzten Anruf, sondern mit Schmerzmitteln.

Wie ich mich jetzt fühle:

Alleine, verzweifelt, wie ein Bittsteller, hoffnungslos, wehrlos, hilflos.

Du hast mich gefragt:

“Kannst du schnell schreiben?”

Ja, ich kann. Schnell und gut. Vielleicht hätte ich dir helfen können. Keine Nachricht. Wenn ich könnte, wie ich wollte, käme ich zu dir. Anpacken. Aber hier kann und komme ich nicht einfach so weg.

Stattdessen sitze ich hier – warte. Auf eine klitzekleine Nachricht. Jede Sekunde ein endloses Warten. Mich lähmt das und so KANN das nicht weitergehen.

Daneben benommen…

Supergau & Aufräumaktion. Nacht. Kummer. Sehnsucht. Telefon. Mann. Frau. Tränen. Chaos vorprogrammiert. Schlechtes Benehmen wohl auch. Daneben benommen… Oder? Joar, definitiv. Sorry. War aber heilsam. Verliebt. Mega verliebt. In DICH. In einen unglaublich tollen Mann, der mich seit vielen Jahren beeindruckt und mich seit dreieinhalb Wochen um den Verstand bringt.

Eimerweise Tränen – am Telefon. Kopp>Wand>Milchstraße! Der Tag danach. Selbstreflexion. Doch nicht bereit? Antworten gefunden. Aufräumaktion. Kopf sortiert, auf´s Herz gehört.

Kurz und bündig

Loslassen, bereit sein – checked!

Akzeptiert! Ich habe mich in dich verliebt. Ein mächtiges Gefühl, das ALLES beherrscht. Du spielst in meinen Träumen die Hauptrolle. Es gibt keine Nebenrollen.

Sehnsucht – checked!

Größter Wunsch. Zeit mit dir. Dinge tun, die Verliebte tun. Zusammensitzen. Was trinken. In die Augen schauen. Händchenhalten. Mehr? Ohne Fälle, Screenshots, Bilder. Real.

100 Gründe dagegen

Ich wollte suchen. 50 gefunden. Blödsinn. Das schönste Gefühl. Keine Gründe dagegen! >>> Liste Papierkorb. Geerdet. Dir gerade den ersten Gute-Nacht-Kuss geschickt.

Nur noch Gründe dafür

Keine Liste. Leben. Lieben. Lachen. Ich hab mich daneben benommen, um DAS zu kapieren. Wieder zu mir zu finden, so zu sein, wie ich bin. Beschlossen und verkündet: Sofortiges Heulverbot … Perfekte Idee!

Was machen wir jetzt?

Komm zu mir. Sobald es geht. Lass es uns rausfinden.

Heimlichkeiten

Auf eine Tasse Kaffee. Beziehungen. Wie fangen sie an? Man begegnet sich. Man flirtet. Man trifft sich. Alles nimmt seinen Lauf. Bei uns? Anders. Distanz. Räumlich. Professionell. Was wäre wenn …? Ohne Heimlichkeiten?

Heimliche Beziehung – und was ist mit dem Vertrauen?

Darüber denken wir nicht nach. Es ist gut so. Und richtig. Nur wenn… dann! Niemand weiß es. Fast. Wem hast du dich offenbart? Überhaupt irgendjemand? Hast du deine Kinder gefragt, ob sie mich nett finden? Ich habe. Meine finden dich nett. Das ist wichtig. Was ist mit dem Rest der Welt. Hast du jemand, dem du dich anvertrauen kannst? Dem du dich anvertrauen WILLST?

Ich habe. Zwei. Sie teilen unsere Heimlichkeiten. Jede auf ihre Weise. Vielleicht lesen sie hier. Weil ich ihnen wichtig bin. Ihnen mein Glück am Herzen liegt. Doch meine Zeilen sind nur für dich. Worte und Sätze, die nur du verstehst. Denn ich will mich dir offenbaren. Mich dir anvertrauen. Dir vertrauen. Ein großer Schritt für mich.

Chaos statt Liebesglück

Bei einer Tasse Kaffee sitze ich hier. So viele Gefühle in mir. Chaos. Ordnung. Schmetterlinge. Erdung. Ungeduld. Fragezeichen. Der Herzenswunsch, es wäre anders. Wie hab ich das eigentlich sonst gemacht? Mich verliebt? Ich hasse dieses Gefühl.

Meine Gefühle machen mich angreifbar. All diese Dinge, die mich jetzt bewegen. Frauen quasseln. Männer tot. Kompliziert. Aber das MUSS raus. Ich muss es sagen. Schreiben. Weil mal 130, mal 500 oder noch mehr Kilometer zwischen uns liegen. Distanz ist nicht mein Ding. Also nicht immer. Aber bei dir. Da ist sie. Räumlich. Und innerlich. Beidseitig. Wortsalat. Kein klarer Gedanke. Ich labere rum. Ein Profi, der gerade keiner ist.

Heimlichkeiten fabrizieren Hirngrütze

Mein Mentor reißt mir heute Abend den Kopf runter. Weil ich nicht abliefern kann. Geht nicht. Hirngrütze. Wortsalat. Keine Selbstkontrolle. Meine Entschuldigung? Ich habe mich verliebt. Ich kann an nichts anderes mehr denken. Hirntod! Ich habe die tollsten Geschäftspartner und Kollegen. DANKE.

Inmitten im Chaos: das gemeinsame Glück

Meine Katzendame latscht über die Tastatur. Das macht es weder besser noch schlimmer. Ich bin froh, dass sie wieder hier ist. Er hat sie mir gelassen und es gibt keine Heimlichkeiten. Nicht dort. Und ich bin reinen Herzens. Ein ungewohntes Gefühl. Ich schweife ab. Ich wollte über Heimlichkeiten schreiben. Über die, die wir jetzt haben müssen. Wir zwei. Ein Team. Ein PRIVATES Team. Hui. Das sorgt für Zündstoff. Deshalb Heimlichkeiten. Eine Weile. Bis wir uns etwas sicherer sind. Erst müssen WIR wissen. Wenn!

Zeit zum Genießen verschaffen. Davon werden wir nicht viel haben. Weil unsere Ziele uns verbinden, uns wichtig sind. Menschen brauchen uns. Vielleicht eine kleine Auszeit. Sanieren. Beschnuppern. Genießen. Zusammenwachsen. Zusammenschweißen. Inmitten allem Trubel. Kraft tanken. Reserven auffüllen. Weitermachen.

Dann brauchen wir einen Plan. Was kommt nach den Heimlichkeiten? Denkst du auch darüber nach? Ich schon. Von Anfang an. Pferde vor der Apotheke. Reihenweise. Andere werden uns feiern. Es wird egal sein. Es muss egal sein.

Berührung – Ich habe es gespürt

Diese eine Berührung. Inmitten der stürmischen See. Stehen wir am Fenster. Dicht. Und doch Distanz. Respektvoll. Ich habe es gespürt. Alles. Auch DAS. Deine Hand. Habe ich mich erschrocken? Habe ich gezuckt? Unsicherheit. In mir. Der tiefe Respekt. Jahre mit professioneller Distanz und gleichem Ziel. Achtung. Vor dem, was du tust. Vor dem, wie du bist. DIESE Grenzen abzulegen. Die andere Grenze überwinden. Die Nähe zu einem Mann? Einem anderen? Wie fühlt sich das an? Für dich? Für mich? Kann ich das? Überhaupt? Jetzt? Jemals?

Ich wollte mich arrangieren. Mit mir selbst. Mit meinen Gefühlen. Ehrlich! Ohne ein solches Geheimnis. Einfach so, wie es ist. Sonntag. Du machst es mir leichter. Auf diesem Weg weiterzulaufen. Am Fenster. Deine Berührung. DIESE Berührung. Nicht die davor. Nicht die danach. DIESE! Sie war zu kurz. Keine Zeit, um genau zu fühlen, wie sich das in mir drin anfühlt. Nein. Es war mir nicht unangenehm. Mehr davon. Länger. Deutlicher. Auf die gleiche Weise. Ich will es wissen. Nicht, ob ich kann. Nicht, ob du darfst. Nicht, ob du willst. Ich will es! Und ich will wissen, ob es mir Gänsehaut macht.

Wie es sich anfühlt

Während ich schreibe, schließe ich die Augen. Stehe mit dir am Fenster. Ich will mich erinnern. Noch einmal fühlen. War es wahr? Mein Wunschdenken? Habe ich es mir eingebildet? Wie soll ich das rausfinden? Dich fragen? Fragezeichen! So unsicher und zweifelnd war ich noch nie. Verlegen. Fragend. Kein Vertrauen in mich selbst. Hab ich mein Gefühl verloren? Das, das mir immer den Weg zeigt? Hast du? Oder hast du nicht? Doch. Ich habe es gespürt. Deine Hand. Vorsichtig. Zurückhaltend. Mit Achtung und Respekt. Bloß nicht aufdringlich sein. Ohne zu viel von dir preiszugeben. Ohne mir zu nah kommen zu wollen. Distanz wahren – um sie zu brechen. Taktvoll. Unsicherheit. Auf beiden Seiten. Wolltest du, dass ich es spüre? Wolltest du unbemerkt fühlen, wie es sich für dich anfühlt? Nicht die vielen anderen Berührung. Zwischen Tür und Angel. DIESE eine Berührung. Anders. Besonders. Gefühlvoll. Ein erstes Mal auf Tuchfüllung gehen. Mein Tanzbereich. Dein Tanzbereich. Frauen verstehen, was ich meine.

Ich habe es gespürt – Zu kurz

Ein vorsichtiges Herantasten. Hast du dich erschrocken? Hast du gezuckt? Wie war es für dich? Fragst du dich auch, ob es wirklich passiert ist? Geht es dir genauso? Wie hat es sich für dich angefühlt? Für mich? Zu kurz. Zu zart. Nein, nicht zu zart. Liebevoll. Warum nicht einen Augenblick länger? Einen kleinen Moment. Der Klarheit bringt? Deutlicher? Damit wir BEIDE wissen? Weiß ich? Weißt du? Ich weiß es nicht. Ich weiß eben doch nicht immer alles. Es ärgert mich. Den Moment anhalten. Die Welt anhalten und einfach nur fühlen. Empfinden. Denn diese eine Berührung – viel bedeutsamer, als alles andere. Viel tiefer als mein schönes Zeug. Viel mehr als unsere Worte. Er war zu kurz, dieser eine Augenblick. Ebenso wie der zweite. Von dem ich noch nichts gesagt habe. Und doch: Ich habe es gespürt.

Fragen

Unsicherheiten? Zweifel? Hast du mich wirklich berührt? War es IHR unangenehm? Wolltest du, dass ich DIESE Berührung nicht spüre? Ambivalenz. Mut zur eigenen Courage? Iwie sowas…  Warst du auch unsicher? So, wie ich? Was war DAS? Wie reagiert SIE? Warum macht er nicht weiter? Warum sagt oder tut SIE nichts? Hat es DIR nicht gefallen? Ist der Funke nicht übergesprungen? War ich zu forsch? Ist sie noch nicht bereit? Will sie überhaupt? Kann sie überhaupt? Darf ich überhaupt? Jetzt? Jemals? Ist sie noch nicht soweit? Warum machst du nicht weiter? Warum nicht deutlicher? Kommen die Kinder rein? Wie geht es weiter? Warum hat sie nicht erwidert? Was bedeutet das? Woran denkt sie? Warum stellst DU dich neben mich und überspielst, was du getan hast? Diese Berührung? Worauf wartest DU? Soll ICH mich trauen?

Antworten

Ich habe es gespürt. Und wenn ich die Augen schließe, spüre ich es wieder. Immer und immer wieder. Ich genieße. Die Erinnerung. Sie macht Sehnsucht. Tiefe Sehnsucht. Eine, die bedeutsamer geworden ist, als DIE andere. Jetzt. Ein schönes Gefühl. Ein Gefühl, das ich genießen kann. Eins, das mir Ruhe bringt. Eins, das mich erdet. Etwas. Ohne Trauer. Ohne mit dem Schicksal zu hadern. Ohne ein schlechtes Gewissen. Ohne Zweigleisigkeit. Frei von Gedanken, die nicht dir gelten.

Wenn ich die Augen schließe und mich erinnere, kann ich atmen. Ohne. Getragen von Schwermut. Weil du nicht bei mir bist. Weil ich mich nicht nur erinnern will. Weil ich spüren will. Ich weiß, dass ich kann. Jetzt. Nicht allgemein. Ich kann. Mit DIR.

Du darfst nicht. Du sollst. Du musst. Weil es sich richtig anfühlt. Weil es das Richtige ist. Weil es mir gut tut. Weil es dir gut tut. Weil ich geträumt habe und ich weiß. Es MUSS! DU musst. Ich KANN nicht.Weil ich wissen muss, wie es sich anfühlt. Wenn DU mich berührst. Weil dieses Gefühl mir so viel bedeutet. Weil es DAS Gefühl ist, das entscheiden wird.

Es berührt mich

Dass du es SO gemacht hast. Mich berührt. Auf DIESE Weise. Respektvoll. Ohne Forderungen. Ohne Erwartungen. Ohne Selbstverständlichkeit. Nicht schüchtern. Nicht anzüglich. Du hast mich ehrlich berührt. Aufrichtig und respektvoll. Ich habe es gespürt. Inmitten meiner Zweifel hast du mich berührt. Zur richtigen Zeit, auf die richtige Weise. Du wirst es wieder tun. Mich berühren. Auf diese Weise.

Warum sind Frauen so kompliziert?

Das Männer-Frauen-Ding. Zwischen Männern und uns Frauen ist es nicht immer einfach. Scheinbar denkt und fühlt jedes Geschlecht auf seine Weise – die dahinterstehende Logik erschließt sich dem jeweils anderen nicht. Die Menschheit scheint auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage:

“Warum sind Frauen so kompliziert?”

Gleichzeitig gälte es auch, eine andere Frage zu beantworten:

“Warum sind Männer so kompliziert?”

Vielleicht sind beide nicht kompliziert, sondern Empfindungen und Denkweisen weichen geschlechterbedingt voneinander ab.

Ein typisches Männer-Frauen-Ding

Er: “Schatz, was denkst du?
Sie: “Och, nichts!
Er: “Dann ist ja alles gut!

Nichts, absolut gar nichts ist gut. In ihr brodelt es innerlich. Er ahnt es. Doch er will jetzt auf gar keinen Fall das Feuerzeug an die Zündschnur halten. Weil er weiß, was kommt und doch lieber seine Ruhe haben will. Eigentlich gar nicht so unpraktisch – für ihn.

Noch so ein typisches Männer-Frauen-Ding

Er: “Warum schweigsam?
Sie: “Weil es besser ist, jetzt gerade!
Er: “Sagst du mir warum?
Sie: “Nein!
Er: “Okay!

Gut. Zugunsten von ihm muss ich jetzt sagen:

“Glück gehabt.”

Als Frau denke ich:

“Scheiß-Kerl! Warum hast du so schnell locker gelassen. Du weißt doch ganz genau, dass was im Busch ist. Liebst du sie? Dann kümmer dich. Zeig, dass es DIR wichtig ist. Arschloch! Nee, nicht wir Frauen sind kompliziert. Ihr, IHR Männer. Ihr seid blöde. Und kompliziert!”

Warum sind Frauen so kompliziert?

Als Frau kann ich beide Situationen sehr gut nachvollziehen und demzufolge auch erklären. Männer sind extrovertiert, fackeln nicht lange rum, sondern posaunen raus, was ihnen auf die “Nüsse” geht. Direkt, ohne Geschwafel. Frauen sind die Denker und Fühler. Kopfkino. Sie machen zunächst die Dinge mit sich selbst aus.

Spielen in Gedanken alle Möglichkeiten durch.

Wenn ich das sage, macht er dies.”

Sollte er – wenn er gut beraten sein will. Tut er aber nicht.

Wenn ich dies sage, reagiert er so!

Tut er aber auch nicht. Weil Männer andere Denkschemen anwenden. Blöderweise wir Frauen auch. Chaos. Missverständnisse. Streit. Im schlimmsten Fall ist die emotionale Entzweiung vorprogrammiert.

Noch ein Beispiel für ein typisches Männer-Frauen-Ding

Sie bedrückt etwas. Er merkt es. Und überlegt:

Stell´ich jetzt die alles entscheidende Frage? – Oder besser nicht?

Sie hofft, er stellt sie. Für ihn ein Desaster. Er hofft zugleich, dass ihm diese eine blöde Frage bloß nicht über die Lippen kommt. Für sie ein Desaster. So oder so ist Ärger vorprogrammiert. Beide in einer heiklen Situation. Er presst auf jeden Fall die Lippen zu. Sicher ist sicher. Was natürlich auch wieder einem Pulverfass kurz vor der Explosion gleich kommt.

Männer und Frauen: Miteinander-Sprech-Terror

Eine verfahrene Situation. Wenn sie etwas bedrückt, sollte die Frau es aussprechen. Demgegenüber steht allerdings, dass Männer nicht vollgelabert werden wollen. Anders kann sie nicht. Sie will sich erklären. So, dass er versteht. Ihm würde eine kurze, unkomplizierte Antwort vollkommen reichen. Geht nicht. Frauen MÜSSEN labern. Weibliche Genetik. Vorprogrammiert. So wie das genetisch veranlagte Bedürfnis der Männer, eine präzise Ansage zu erhalten. Damit kommen Männer klar. Frau hält besser die Klappe. Sie will schließlich keinen Streit.

Zwei elementare Gegensätze stehen sich gegenüber und der Konflikt ist vorprogrammiert, obwohl es ihn nicht gibt. Meist ist es nur eine klitzekleine Kleinigkeit, die aus der Welt zu schaffen wäre. Treffen in der Mitte. Jeder einen Schritt auf den anderen zu. Schon wäre alles in Ordnung. Leider ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Wer macht den ersten Schritt? Wenn man sich nicht gleichzeitig aufeinander zu bewegt?

Der Mann geht die Sache pragmatisch an:

“Sie will was – also soll sie anfangen.”

Die Frau denkt sich:

“Wenn du mich liebst, machst du JETZT das Richtige.”

Schwups. Schon ist das Kind in den Brunnen gefallen. Es geht weiter. Er wartet. Sie wartet. Beide vergebens. Er – dreht sich rum und denkt kurz vorm Einschlafen:

“Dann kann es ja nicht so wichtig gewesen sein!”

Für sie bricht eine Welt zusammen.

“Er liebt mich nicht, sonst würde er jetzt nicht schlafen, sondern mich in den Arm nehmen mich mindestens bis zum Sonnenaufgang trösten und mir seine unendliche Liebe bekunden.”

Sie liegt die ganze Nacht wach. Tränen ins Kopfkissen. Kopfkino. Schmetterlinge abknallen. Einen nach dem anderen.

Indes dreht er sich 30 x grunzend im Schlaf rum, wacht kurz auf und denkt:

“Gott sei Dank rappelt der Wecker noch nicht, damit ich pünktlich und fit zur Arbeit komme.”

Ja, er hat den ganzen Tag gearbeitet. Schlaf verdient. Sie aber auch. Doch sie pfeift auf den Schlaf. Kopfkino.

Ein Paradebeispiel, wie es in wohl jeder Beziehung läuft. Während er sich genüsslich im Bett wälzt und sich den Wolf schnarcht, liegt sie wach und stellt die ganze Beziehung in Frage. Über Stunden hinweg grübelt sie. Sinniert. Zweifelt an seinen Gefühlen. Dann an ihren Gefühlen. Irgendwann holt sie die Nacht ein. Müdigkeit. Die verheulten Augen fallen zu. Kurz bevor die Sonne aufgeht und der Wecker rappelt.

Frauen nach einer Stunde Schlaf – Kriegsgefahr!

Sie. Pflichtbewusst. Der Wecker rappelt. Senkrecht.

“Los, aufstehen. Du musst zur Arbeit.”

Er:

“Guten morgen, Schatz! Gut geschlafen?”

Das Bett wird zum Minenfeld. Spätestens in der Küche treffen beide aufeinander. Dicke Luft. Explosionsgefahr. Es passiert. Ein klitzekleines Fünkchen. Sie explodiert. Der arme Kerl. Schnell ins Hemd springen. Krawatte um den Hals und ab durch die Mitte. Bloß weg hier. Nicht, ohne noch schnell einen Dolchstoß in ihr Herz zu rammen. Rums. Tür zu.

“Das hat gesessen. Was macht die mich auch so blöde an!”

Distanz

Sie verbringt den Tag zuhause. Er unterwegs. Kopfkino. Beide. Er dort. Sie hier. Was macht er? Was macht sie? Hat er geschrieben? Hat sie geschrieben? Denkt er gerade an mich? Denkt sie jetzt an mich? Was machst DU? Ich. Ich starre Minute um Minute auf den Bildschirm. Schließe die Augen. Rufe dich. Schreib mir. Jetzt. Bitte. Ich rufe dich.

Sie hört Musik. Sonst Hardcore. Jetzt Joel Brandenstein. Diese Liebe. Ja. Liebe. Sie macht es möglich. Aneinander denken. Miteinander das gleiche fühlen. Auch, wenn man kompliziert ist. Die Blitze einschlagen und die Türen knallen. Nur nicht zu oft. Nicht als Psychospiel. Ehrlichkeit. Miteinander. Nicht gegeneinander.

Den ganzen Tag höre ich Musik. Deutsch. Gefühlvoll. Gänsehaut-Stimmen. Diese Musik hat mich gerettet. Über die Distanz. Und jetzt. Meine Gefühle tragend, wenn ich am zweifeln war. Mir die Puste ausging.

Distanz tut manchmal gut. Kopfkino. Grübeln. Sinnieren. Distanz. Um dich wachzurütteln. Melde dich. Jetzt. Mit den richtigen Worten. Tu mir gut. Zeige, dass DU fühlst, was ICH brauche. Denn das ist es, was ich will. Dass du spürst. Ohne Worte.

Warum sind Frauen kompliziert? Warum sind Frauen SO kompliziert? Warum gibt es überhaupt so ein typisches Männer-Frauen-Ding? Kann das nicht einfach einfach sein? Unkompliziert? WIR sind kompliziert! Beide.

0:38 Uhr. Du schickst mir dein Herz.

“Und was fange ich jetzt damit an?
Herr X… das ist so kompliziert…
Iwie iss kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Und das fühlt sich bei mir nicht gut an.
Ich will und brauche Klarheit… nicht irgendwann, sondern bevor ich den blöden Viechern mit `ner Dose Paral an den Kragen gehe.”

Es ist passiert. Du hast es getan. Die richtige Frage im richtigen Augenblick. DU hast sie gestellt.

“Was willst du wissen?”

“Zwei Dinge… wann du kommst und was dann passiert”

“Sonntag
Mit Kindern
Was passiert?
Hmmmmm…
Weisst du das ?
Das ist das was wir nur beide wissen und entscheiden”

Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Ohne Schmerzen. Ohne Seitenhiebe. Ohne Missverständnisse.

Warum ich das schreibe: Nur für dich

Sind wir schon ein Paar? Irgendwie. Nicht. Doch. Woher sollen wir das so genau wissen. Es sind die Schmetterlinge im Bauch, die fliegen. Inmitten aller Turbolenzen. Manchmal vom Sturm ganz schön gebeutelt. Aber sie flattern. Tapfere kleine Fighter. Wie sollte es auch anders sein?

Ich kann nicht vertrauen. Nur fühlen. Wir sind keine 17 mehr. Erfahrungen gesammelt. Nicht nur gute. Zweifel. Angst, was wenn…? Falls nicht? Oder wenn doch? Geht es dir genauso? Bist DU ehrlich? Betone ich meine Ehrlichkeit nur? Wortkünstlerin. Ich kann alles formulieren. In jede Richtung. DU. Der Stratege. Bin ich Teil einer Strategie? Mittel zum Zweck? Weil es praktisch wäre, wenn? Geht es dir auch so? Spielen uns die Schmetterlinge einen Streich? Flattern sie EHRLICH? Werden sie am Sonntag weiterflattern?

Ich WILL das. Ich habe geträumt. Und der Traum hat mir Hoffnung, Zuversicht und Kraft gegeben. Es hat mir gefallen. Mir gut getan. Dich angesteckt. OBWOHL es so absurd zu träumen war. Ohne Grund. Ich will daran festhalten, auch wenn die Kraft mir langsam ausgeht.

Und was ich noch WILL. Keine Pulverfässer. Keine Zündschnüre. Keine Minenfelder. Keine Explosionen in der Küche. Keine vollgeheulten Kopfkissen. Vertrauen, dann hast du meine Liebe sicher.

1.386 Worte. Ja, Profi halt. Geschwafel? Nein. Die ehrlichsten Worte, die ich für Geld niemals schreiben könnte. Worte, die du lesen musst. Weil es wichtig ist. Weil DU mir wichtig bist. Danke für deine Zeit. Und auch ein dickes Dankeschön an die Sänger mit ihren phantastischen Stimmen …