Kleine Mädchen lieben Pferde …

… große aber auch! Als ich selbst noch Kind war, schleppte ich so mancherlei Getier mit nach Hause. Die Krönung war ein kleines grünes Fröschlein, das sich von meiner Hand aus dem Staub machte und dann tagelang gesucht werden musste. Es folgte das erste Haustier, ein Kanarienvogel namens Hansi, wegen dem schon kurz nach seinem Einzug die komplette rustikale Wohnwand zur Freude meiner Eltern abgebaut werden musste, weil er nicht mehr dahinter raus kam. Nach Hansi zogen Mr. X, ein asiatischer Kampffisch, Mäuse, ein Hamster, noch ein Hamster, Wellensittiche und so manches mehr ein. Je größer ein Mädchen wird, umso größer muss wohl auch das Haustier werden. Irgendwann war es dann soweit: „Mama, bekomme ich eine Giraffe?“ – „NEIN!“ – „Aber dann doch ein Pferd, oder wenigstens ein klitzekleines Pony…“

Heute bin ich groß und habe eine Tochter – mit Pferdewunsch

Weder das mit dem Pferd, noch das mit dem klitzekleinen Pony wurde etwas. Dafür bekam ich eine Tochter. Im Alter von 2 Jahren sammelte sie mit Vorliebe Regenwürmer. Mit 3 Jahren waren es die Weinbergschnecken. Ein Jahr später zogen bei uns ein: Meerschweinchen, Hasen, Katzen, Tauben, notleidende Amseln zum Peppeln und so weiter.

Doch Kinder werden größer und mit ihnen auch die Tierliebe und die Erwartung, in welcher Größe ein Haustier wohl perfekt sei. Beim Tochterkind war es erst die Kuh. Zugegeben, die wäre ja praktisch wegen der Milch. Doch Kuhfladen im Wohnzimmer. Nein!

Dann kam der vorige Sommerurlaub. Eine Radtour in Verbindung mit Camping-Urlaub. Also raus in die Natur und Dinge erkunden, die man in der Stadt nicht hat. In unmittelbarer Nähe war eine Pferdekoppel mit angebundenem Bauernhof.

Tagtäglich passierten wir die Pferdewiese und immer mussten wir anhalten, weil Tochterkind ihr Herz sofort an die Kaltblütler verschenkt hatte. Aus dem Urlaub nach Hause gekehrt, war die Hoffnung, sie würde den Wunsch nach einem eigenen Reitpferd bald vergessen vergebens.

Also machte ich mich auf die Suche, ob es irgendwo in der Nähe die Möglichkeit gäbe, die großen Tiere zu erleben. Mir ist schließlich dieser Wunsch alles andere als fremd. Nun steht ein ganzer Kanister mit Leinöl für Pferde für Pferde bei uns im Hausflur, weil es direkt um die Ecke einen Pferdehof gibt, wo die junge Dame täglich die geliebten Vierbeiner mit Leckeren verwöhnen kann.

Zwar sind wir keine Pferdebesitzer, aber können einen großen Teil unserer Freizeit der Pferdepflege widmen und so wurde zumindest ein Stückchen des Traums zur Realität.

Kinder brauchen den Umgang mit Tieren

Ob es meine eigene Kindheit ist oder die meiner Kinder. Tierliebe und der Kontakt mit Tieren ist für die Entwicklung absolut wichtig und auch notwendig. Jedes Kind baut eine besondere Bindung zu den Tieren auf. Tochterkind liebt die Pferdepflege und kümmert sich fürsorglich um die Meerschweinchengruppe.

Die Söhne toben gern mit Hunden und bespaßen tagtäglich die Katzen. Dabei lernen die Kids nicht nur, dass der Umgang mit tierischen Freunden großen Spaß bereitet, sondern sie übernehmen Verantwortung für andere Lebewesen.

Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Beileibe braucht man keine Pferde, um Kids das Zusammenleben mit Tieren zu ermöglichen, doch für uns ist beim Traumpferd das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen.

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