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Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Viele predigen, aber nur wenige halten, was sie reden. Es gibt Ausnahmen! Seit langer Zeit kenne ich eine Bloggerin. Seit einiger Zeit bin ich mit ihr befreundet. Eine Chaotin. So scheint es. Auf den ersten Blick. Doch ein Mensch der ersten Klasse. Nicht der Norm entsprechend und doch so zauberhaft. Ein Mensch, der es nicht leicht hat im Leben. Schicksalsschläge – und doch lässt sie sich davon nicht “klein kriegen”. Eine Frau, die Stärke beweist und des Kämpfens nicht müde wird. Für mich eine Heldin. Eine, auf die der Spruch “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” absolut zutrifft. Eine Alltagsheldin. Eine, die mit kleinen Dingen glänzt. Während andere Großes verkünden. Um es nicht zu halten.

Meine Heldin, eine Lebensretterin

Fast tagtäglich begegnen uns bei der Autofahrt tote Tiere. Tiere, die aus Versehen unter die Räder kamen. Kröten, Katzen, Hasen, Igel. Achtlos fahren wir dran vorbei. Doch da ist meine Heldin. Eine Heldin, die nicht achtlos ist. Aufmerksam ist sie.

So lief ihr dieser Tage ein Igelchen über den Weg. Ein Igel, der in Not geraten ist. Krank wirkte er. Krank und hilflos. Meine Heldin nahm sich des Igelchens an, nahm ihn mit nach Hause, um ihn dort notdürftig zu versorgen. Etwas Katzenfutter und ein homöopathisches Mittel gegen Schnupfen. Denn das Igelchen nieste. Es war krank.

Igel stehen unter Naturschutz und dürfen nicht einfach so mitgenommen werden. Dessen gewiss wählte meine Freundin die Nummer des Tierschutzes und bat um Hilfe für den kleinen Igel. Es dauerte einige Stunden, bis der Tierschutz den hilfsbedürftigen Igel bei der Frau abholten, um ihn zum Tierarzt zu bringen.

Der in Not geratene Igel sollte medizinische Hilfe bekommen, die er dringend benötigte, wie sich später herausstellte. Denn das Tierchen hatte eine Lungenentzündung und hätte diese wohl nicht überstanden, wenn nicht eben meine Alltagsheldin sich des kleinen Tierchens in Not angenommen hätte.

Vom Tierschutz bekam sie die Telefonnummer des Tierarztes, zu dem der Igel gebracht werden sollte. Sie rief dort mehrfach an, um sich über das Ergehen des Igelchens zu erkundigen. Das Tier wird derzeit mit Antibiotika behandelt und aufgepäppelt, damit es bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es

Diese Frau, meine Alltagsheldin, hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Menschen nicht immer nur an uns selbst denken. Es ist wichtig, ungeheuer wichtig, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Uns gewissenhaft vor Augen zu führen, wo echte (!) Not herrscht und wo wir helfen können. Schnell. Unkompliziert. Verantwortungsbewusst. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Doch bevor man hilft, sollte man eins: Das Gehirn einschalten. Denn es geht nicht nur um Hilfe. Es geht um richtige Hilfe. Hilfe mit Verstand! So, wie bei dem kleinen Igelchen, das wahrlich in Not geraten war und wirklich Hilfe bedurfte.

Der Missbrauch von “Hilfe”

Vor nicht allzu langer Zeit predigten uns die Politiker, man bräuchte eine “Kultur des Hinschauens“. Ja, Hinschauen ist wichtig. Doch nur, wenn der Fokus auch stimmig ist. Wenn mit Weitblick überdacht wird, was das eigene Handeln für Folgen mit sich bringt.

Konkret bezogen sich die Politiker auf Kinder in angeblichen Notsituationen. Eltern, die ihre Kinder misshandeln. Kinder, deren Kindeswohl nicht gewährleistet sein soll. Weil Eltern nicht den ganzen Tag zu Hause sind. Weil Eltern mal “Fünfe gerade sein lassen” und ihre Kinder nach draußen zum Spielen lassen. Kinder mal schmutzig sind und in zerrissenen Hosen über den Spielplatz toben.

Doch mal ehrlich, Frauen. Sind diese Kinder in Not? Sind das Gründe, um Melder zu werden und das Jugendamt auf diese “verwahrlosten” Kinder aufmerksam zu machen? Oder handelt es sich um eine ganz normale Familie? Kinder, die noch solche sein dürfen? So richtig mit Toben und Spielen. Kinder, die ein anderes Lebenskonzept als Förderung und noch mehr Förderung in ihrem jungen Leben erfahren? Kinder, deren Terminkalender nicht voller ist, als jener eines Top-Managers? Kinder, die sich in ihrer Kindheit austoben und unbeschwert dem Leben entgegenblicken dürfen? Kinder, deren Eltern als Multijobber vielleicht das Familieneinkommen erarbeiten müssen.

Mein Anliegen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Zählen Sie zu jenen Menschen, die das Motto “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” wirklich verfolgen? Oder zählen Sie zu jenen, die als Gutmensch Wein predigen und Wasser saufen? Gehören Sie zur Sorte Mensch, die lieber monatlich an den Tierschutzverein spenden, anstatt einen in Not geratenen Igel von der Straße aufzulesen und dem flohbefallenen Tierchen erste Hilfe zu leisten? Ihm ein Handtuch zu opfern, ihn als Ersthelfer aufzupäppeln? Ihm Obdach zu gewähren, anstatt das Gewissen mit einer monatlichen Spende an den Tierschutzverein “rein” zu waschen? Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Helfen Sie lieber einem Igelchen, das in Not geraten ist, als sich zum Handlanger von Menschenrechtsverbrechen zu machen, nur, weil es besser klingt, sich zu einer heuchlerischen “Kultur des Hinschauens” zu bekennen. Treten Sie mit geballter Kraft der EU in den Arsch – so, wie ich und meine Alltags-Heldin es auch tun! Wehren Sie sich gegen falsche Normen und kranke Gesetze. Denn irgendwann werden auch Sie ein Mensch sein, der nicht mehr in die EU-Norm passt!

Liebe Manuela, bitte entschuldige, dass ich dein Igel-Bild “geklaut” habe. Doch du bist meine Alltags-Heldin und hast dir in meinem Herzen und auf diesem Blog einen ganz besonderen Platz verdient. Und niemand anderes, als “dein” Igelchen könnte besser für deine tolle Hilfe Pate in diesem Artikel stehen. 😉

Träume realisieren – Bevor es zu spät ist

Auf in ein neues Leben! Fast schon in einer Nacht und Nebel Aktion brach ich mit meiner Familie alle Zelte ab und wanderte aus. Viel Zeit für Vorbereitung blieb nicht. Immer werde ich gefragt, was mich nach Frankreich verschlagen hat, wie wir es geschafft haben und vor allem taucht immer wieder die Frage auf, was uns dazu bewegt hat. Es war die Erkenntnis, dass man Träume realisieren muss, bevor es zu spät ist. Zu spät war es für meinen Mann. Zusammen mit ihm wollte ich viele Träume realisieren. Einer davon war der Wunsch auszuwandern. Ein neues Leben in einem Land unserer Wahl zu führen. Am 24. Juni 2014 endete dieser Traum.

Träume realisieren – nie der richtige Zeitpunkt

Fast alle Menschen haben Ziele im Leben und wollen Träume realisieren. Oft lässt sich ein Traum nicht ohne Weiteres wahr machen. Entweder fehlt das Geld, die Kinder sind zu klein, der Job lässt es nicht zu oder, oder, oder. Es gibt immer etwas, was die Traumrealisierung verhindert. Der Zeitpunkt, um endlich eigene Träume realisieren zu können, ist immer unpassend. Bis es zu spät ist.

Alte Menschen blicken auf ihr Leben zurück und müssen feststellen, dass sie Chancen verpasst oder nicht wahrgenommen haben. Sie blicken zurück und denken sich:

“Ach, hätte ich nur etwas anders gemacht!”

Oder es geht ihnen wir mir und meinem Mann. Er kann niemals mehr ein neues Leben anfangen. Sein Leben wurde beendet. Ich bleibe zurück und muss meinen und den Weg unserer Kinder alleine gehen. Wie oft denke ich darüber nach, ob ich mich ärgern muss. Hätte…, wäre…, wenn… ?

Ja, was hätte ich anders machen können. Was wäre, wenn ich es getan hätte? Wir? Wäre es dann anders gekommen? Hätte uns das Schicksal verschont? Würden wir heute glücklich im Ausland leben? Ja, vielleicht. Vielleicht nicht. Wer weiß das schon?

Was ich heute anders machen würde

Der Wunsch des Auswanderns ist nun wirklich kein kleiner. Es bedeutet, alte Zelte abzubrechen. Freunde, Familie und alles, was man mag, zurückzulassen. Vielleicht auch den Job aufgeben. Die Angst vorm Scheitern ist ein Hindernis. Kein kleines. Wird man es in einem anderen Land schaffen, sich ein neues Leben aufzubauen? Sich zu integrieren? Fuß zu fassen?

All diese Fragen waren es nicht, die mein Mann und mich davon abhielten, den großen Schritt zu wagen. Es waren finanzielle Gründe. Wir hatten keine Polster und wollten diesen unserer Träume realisieren, wenn wir genug Geld für ein solches Abenteuer gehabt hätten. Wir lebten nicht schlecht. Aber ohne finanzielles Polster war es uns zu gewagt. 20 Jahre lang. 20 Jahre hatten wir diesen gemeinsamen Traum. Doch erfüllt haben wir ihn nicht. Nicht gemeinsam.

Die Uhr zurückdrehen. Das ist es, was ich mir wünsche. Die Uhr 20 Jahre zurückstellen und noch vor der Geburt unseres ersten Kindes mit oder ohne Geld in der Hand Deutschland den Rücken kehren. Ziel – egal wo. Nur raus aus einem Land, das sich Demokratie nennt, aber davon sich immer weiter entfernt.

Wir wollten ein altes Haus. Eins, an dem es viel zu tun gibt. Denn mein Mann vom Fach wollte meine Wünsche erfüllen. Wünsche, wie unser Familiennest sein sollte. Mit dem Wohlfühlcharme, den ein Neubau niemals vermitteln könnte. Ein Haus mit Natursteinmauern. Außen, vor allem aber innen. Denn ich liebte die Handwerkskunst meines Mannes.

Könnte ich die Uhr zurückdrehen, dann würde ich keinen Moment zögern, meine Hand in seine zu legen und mit Kind und Kegel unserem Traum entgegenzurennen. Lieber 20 Jahre zu früh, als eine Sekunde zu spät.

Warum ich 9 Jahre keine Regenschirme brauchte

Ich bin über 40 und mein Sohn wird 20. Falls Sie sich jetzt wundern, wie diese beiden Aussagen zusammenpassen, dann lesen Sie einfach diesen Artikel bis zum Schluss. Denn es geht um Regenschirme, Lebensgefühl und früher. Früher war alles besser – wie oft sage ich das und wie oft bestätigen meine Kinder mir dies. Kurz nach meinem 40. Geburtstag ertappte ich mich irgendwann bewusst dabei, dass ich meinen Kindern immer häufiger von diesem berühmten “Früher” erzählte.

Das Älterwerden verändert die Sichtweise

Angefangen hat das nach dem frühen Tod meines Mannes. Auf einmal ist ein Mensch aus dem Leben gerissen, dabei hätte man noch so viel vom ihm wissen und so viel mit ihm teilen wollen.

Seit diesem Zeitpunkt erzähle ich unseren Kindern von meinem Leben und unseren gemeinsamen Jahren, bevor wir Eltern wurden. Alles war anders, alles war besser. Nein, das ist keine abgedroschene Phrase, denn je älter ich werde, umso mehr verstehe ich die Zusammenhänge, warum die Dinge so sind, wie sie sind.

Gestern erzählte ich meinem ältesten Sohn von Regenschirmen. Gut, das klingt zunächst nach keinem spannenden Thema. Ist es aber. Als ich Kind und Teenager war, galt das Kaufen eines Regenschirms als Wissenschaft für sich. Meine Mutter rief die Oma an, um sich wegen der Schirmfrage zu besprechen.

Dabei wohnte die Oma über 200 km entfernt wohnte. Ein Telefonat, noch dazu ein Ferngespräch, wurde kurz gehalten. Man beschränkte sich auf das Notwendigste, denn Flatrates gab es nicht und Ferngespräche waren teuer. Dass die Mutter trotzdem das Ferngespräch wählte, um sich zu beratschlagen zeigt beispielhaft, welch bedeutsame Angelegenheit es war, einen Regenschirm zu kaufen.

Man konnte Schirme in den Preislagen von etwa 15, 40 bis 50 und 60 bis 80 DM kaufen und seinerzeit überlegte man wirklich, ob man überhaupt Schirme in der niedrigsten Preislage in die engere Auswahl aufnehmen sollte. Heute ist es genau anders herum. Am liebsten soll alles billig sein, denn Geiz gilt bekanntlich als geil. Das gab es früher nicht.

Der Schirmkauf wurde zu einem Familienanlass. Ein Familienmitglied braucht einen Schirm. Dafür muss man in die nächst gelegene Stadt fahren.

  • In welches Geschäft?
  • Wo gibt es überhaupt gute Schirme?
  • Welcher Laden bietet beste Beratung an?
  • Beratung für den Schirmkauf?

Ja, na klar. Denn es geht um Qualität. Jeder braucht einen guten Regenschirm. So fuhr man in die Stadt und ließ sich in verschiedenen Geschäften ausführlich beraten, lief von Karstadt zu Kaufhof, sprang auch mal zu Woolworth rein und natürlich in das Schirmfachgeschäft, bei dem es die fachmännischste Beratung überhaupt gab. Stundenlang ging das so, bis man im Familienverbund zum Kaufhof zurücklief, um dort einen der teureren Modelle zu kaufen.

9 Jahre ohne Regenschirme

Bevor ich nach Frankreich auswanderte, wohnten wir 9 Jahre lang in einer größeren Stadt. Dort war das Wetter mitunter sehr stürmisch und innerhalb des ersten Herbstes war meine Schirmsammlung diversen Herbstwinden zum Opfer gefallen. Neue Regenschirme mussten her. Kein Problem. Für ein paar lumpige Euro gibt es sie massenhaft. Schirme in 1-Euro-Läden oder Schirme im Wochenangebot des Discounters.

Die Preisunterschiede bei Regenschirmen heute und damals sind gravierend. Billigste Materialien und schlechte Verarbeitung sind es, die man für kleines Geld bekommt. Genauso viel, wie die Schirme kosten, taugen sie auch. Fast nichts.

Im Ergebnis blieb es sich für mich, ob ich einen teuren oder einen billigen Schirm hatte. Der Herbstwind machte sowieso jedem Modell schnell den Garaus und so beschloss ich in diesen 9 Jahren einfach, komplett schirmfrei zu leben und im Regen zu laufen. Dafür hatte ich schließlich einen guten Haarföhn.

Warum Geiz nicht geil ist

Inzwischen leben wir Menschen in einer Konsum- und Wegwerfgesellschaft. Wir freuen uns über Schnäppchen, tolle Angebote und reduzierte Preise. Wir kaufen lieber in großen Ketten und Mega-Konzernen, weil dort die Waren oft billiger erhältlich sind.

Auf kleinen Unternehmen lastet ein immenser Marktdruck. Um konkurrenzfähig zu sein, müssen sie ihre Preise drücken lassen, auf günstigere und weniger qualitativer Waren umsteigen. Doch im Internet gibt es alles billiger, kostet kaum noch Versand und oft sind die Artikel schon am Tag nach der Bestellung geliefert.

Diese Strukturen wirken sich nachhaltig auf die gesellschaftliche, aber auch auf die marktwirtschaftliche Entwicklung aus. Negativ! Konsumenten wird suggeriert:

“Geiz ist geil”

Wer bei großen Konzernen einkauft, um ein paar Cent oder Euro zu kaufen, trägt zur Abwirtschaftung bei. Kleine Geschäfte müssen schließen, große werden immer mächtiger. Umso mehr Macht große Konzerne haben, desto schlechter wird Qualität. Denn wer die Konkurrenz auf dem Markt ausgerottet hat, kann tun, was er will.

Preise rauf, Qualität runter, Gewinn rauf. 

Regenschirme sind ein gutes Beispiel. Warum sollte man für einen Schirm 40, 60 oder 80 Euro im Fachmarkt ausgeben, wenn es ein Modell für 5 Euro tut?

Es geht um Wertschätzung

Natürlich überlege ich mir, ob ich wirklich so viel Geld für einen Regenschirm ausgeben möchte. Ich lebe nicht in finanziellen Verhältnissen, wo ich mit Geldscheinen um mich werfen kann. Es tut mir aber nicht weh, mir EINMAL einen guten Schirm zu leisten, auf den ich aufpasse und der mir viele Jahre treue Dienste leistet.

Ein billiger Regenschirm kann das zwar auch, jedoch wird seine bescheidene Qualität dafür sorgen, dass ich nicht lange Freude daran haben werde. Die Folge: Jedes Jahr werde ich neue Regenschirme kaufen müssen.   Wenn ich mich dabei für billige Modelle entscheide, kaufe ich diese bei einem Großkonzern, dessen Macht ich regelmäßig unterstütze.

Entscheide ich mich für den Kauf in einem kleinen Schirmfachgeschäft, helfe ich dem Inhaber dabei, zu überleben und trage nachhaltig zur Existenzerhaltung bei. Ganz nebenbei bringe ich einem teuren Regenschirmmodell deutlich mehr Wertschätzung entgegen. Hege ich ihn gut, spare ich langfristig. Einen teuren Regenschirm verliert man nicht so schnell, wie einen, der nichts wert ist.

Kindern Werte vermitteln

Tagtäglich geht es in Familien darum, etwas zu kaufen. Lebensmittel, Kleidung, Spielwaren. Als Eltern können wir Vorbilder sein, unseren Kindern vermitteln, wie wichtig es ist, möglichst frei zu leben und wie wichtig es ist, auswählen zu können. Ihnen zu erklären, warum wir mit unserem Konsum- und Kaufverhalten unser Leben und die Gesellschaft gestalten.

Wenngleich der Schirm nur ein Beispiel ist. Es lässt sich in viele Bereiche des alltäglichen Lebens übertragen. Das Obst können wir von einem kleinen Gemüseladen beziehen. Die Holzbausteine von einem kleinen Betrieb, der in Handarbeit Spielzeug aus Holz herstellt.

Statt Low-Budget Kosmetik aus der Drogerie können wir wunderbare Kosmetik von kleinen Labels kaufen. Das muss nicht zwingend teurer sein, als Drogerie-Marken. Wir würden kleinere Marken unterstützen und unserer Haut in den meisten Fällen die bessere und gesündere Pflege zuteil werden lassen.

Mit jedem Shopping tragen wir aktiv dazu bei, das Überleben von kleinen Betrieben zu unterstützen oder zu beenden. Dabei sind es die kleinen Firmen, die Arbeitsplätze liefern, weil sie nicht die gesamte Produktion auf Maschinen umstellen (können).

Insgesamt sichern wir uns mehr Qualität in fast allen Bereichen unseres Lebens. Weniger Arbeitslosigkeit, bessere regionale Versorgung, hochwertigere Produkte, mehr Auswahl, mehr Markenvielfalt. Wenn Sie das nächste Mal einen Regenschirm kaufen, denken Sie an meinen Artikel. Es liegt an uns, ob wir unsere Kinder zu Konsumjunkies erziehen oder ihnen die Werte von Qualität und Nachhaltigkeit mit auf den Weg geben.

War früher wirklich alles besser

Und ja, früher war alles besser. So abgedroschen das klingen mag. Die Menschen waren in ihrem Leben bescheiden. Sparen lohnte sich. Obwohl die meisten früher weniger verdienten, aber mehr Kinder hatten, lebten sie glücklicher und sorgenfreier.

Ja, es gab andere Sorgen. Ja, es gab Arbeitslose und ja, es gab auch ärmere Familien. Dennoch waren sie zufriedener, hatten weniger Stress und weniger konsumbedingte Existenznöte und es gab sie, die Zeiten, in denen die Wirtschaft boomte und es der Gesellschaft gut ging. Zeiten, in denen gute Regenschirme keine Luxusartikel waren.

Wenn ich einmal reich wär (Sponsored Video)

Hat nicht jede Frau und jeder Mann schon mal darüber nachgedacht, wie es wäre, reich zu sein? Wollten wir nicht alle schon mal Lotto spielen und haben uns dabei ausgemalt, einen dicken Lottogewinn einzuheimsen? Wie würde sich dann das Leben verändern? Verändert Geld das Leben? Würden wir uns dann verändern? Geld alleine macht nicht glücklich. Aber ich bin davon überzeugt, dass Geld glücklich macht. Schließlich brauchen wir alle den schnöden Mammon, um das Dach über dem Kopf zu bezahlen, Lebensmittel und Kleidung zu kaufen und all die anderen Dinge für den täglichen Bedarf zu finanzieren.

Das Einkommen reicht oft nur für das Nötigste

Klar, Geld lässt sich durch Arbeit verdienen. Doch wenn wir mal ehrlich sind, reicht es in den meisten Familien nur für das Nötigste. Am Ende des Monats ist das Geld knapp, größere Anschaffungen wie eine neue Waschmaschine, ein neues Auto reißen Löcher ins Budget.

Hier und da sind einige kleine Extras oder ein Urlaub drin. Aber wie sieht es mit Träumen aus? Kann man sie mit einem durchschnittlichen Gehalt realisieren? Träume wie eine Weltreise, Auswandern, Hausbau oder vielleicht eine besondere Ausbildung, deren Kosten selbst getragen werden müssen?

Wie wäre es, wenn ich reich wäre?

Hin und wieder lasse ich Kopfkino zu. Lotto spielen, Jackpot knacken und einmal einen dicken Lottogewinn einfahren. Was würde ich mit diesem Geld anfangen? Ich habe viele Wünsche, die ich gerne realisieren möchte.

Dabei sind es nicht die luxuriösen materiellen Dinge, für die ich meinen Lottogewinn auf den Kopf hauen würde. Ich brauche keinen Ferrari, um mein Ego zu streicheln. Ich will nicht in einer edlen Villa wohnen, aber ich würde mich sehr freuen, nicht mehr in Europa zu leben. Unabhängig sein. Die eigenen Träume leben.

„Dreams are my reality“

Spontan in den Flieger setzen, um irgendwo auf dieser Welt einen Delphin in Freiheit zu sehen. Den Kinder nicht im Bio-Buch zeigen, das Giraffen einen langen Hals haben. Sondern nach Afrika fahren und Giraffen in ihrem natürlichen Habitat beobachten. Statt mit dem Auto sich durch die Stadt schieben, einfach mit dem Pferd die Straße für sich vereinnahmen. Einfach das Leben genießen und verrückte Sachen machen.

Welche Träume würde ich mir mit einem Lottogewinn erfüllen?

Ein Lottogewinn. Was würde ich damit machen? Spannende Frage. Haben Sie schon einmal ernsthaft darüber nachgedacht, was Sie mit einem großen Geldbetrag machen würden? Mit dieser Frage habe ich mich beschäftigt.

Berufliche Weiterbildung

Wie sieht´s aus mit dem Arbeiten? Würde ich meinen Job an den Nagel hängen, nur weil ich plötzlich nicht mehr für jeden Euro schuften müsste? Nein, das würde ich nicht. Denn ich liebe, was ich tue und ich mache es, weil ich es liebe.

Wäre ich reich, würde ich mich beruflich gerne fortbilden und endlich wichtige Seminare belegen, die mich weiter voranbrächten. Ich bin Perfektionistin und möchte meinen Job mit bestmöglicher Kompetenz erfüllen. Bislang funktionierte das nicht, denn die wichtigste Rolle in meinem Lebensind die Kinder.

Als verwitwete Mutter kann ich nicht wochenweise einfach zu Seminaren reisen. Mit einem Lottogewinn könnte ich mir jedoch Speaker ins Haus holen und tagsüber all das lernen, was mir bisher fehlt. Dass ein solches Privatseminar mehrere Tausend Euro pro Stunde kostet, wäre mir vollkommen egal, wenn ich reich wäre.

Berufliche Ziele verwirklichen

Außerdem ist es einer meiner großen Träume, Programmierer einzustellen, die den ganzen Tag nichts anderes zu tun hätten, als mir die schönsten und funktionalsten Websites zu erstellen.

Diesen Traum hege ich seit gut und gerne 10 Jahren, weil ich mich ehrenamtlich im Thema Menschenrechte engagiere und in diesem Themenbereich die Menschen kaum fundierte Informationen erhalten. Diese Herzensangelegenheit ist in meinem Leben absolut wichtig. Deshalb wäre dies das erste, was ich realisieren würde, wenn ich beim Lotto spielen Glück hätte.

Was tun mit einem Lottogewinn? Spenden?

Natürlich stelle ich mir auch die Frage, ob ich spenden möchte. Generell stehe ich dem Spenden sehr kritisch gegenüber, weil ich häufig zwar eine sehr hohe Spendenbereitschaft bei den Menschen sehe, aber ebenso oft auch beobachten muss, dass Spendengelder nicht in voller Höhe ankommen, wofür sie gedacht sind. Eine große Organisation zu unterstützen wäre nicht mein Fall. Viel lieber würde ich meine Hilfe und Unterstützung in kleine Projekte einbringen, an die sonst kaum jemand denkt.

Qualitätszeit mit der Familie

Ganz wichtig ist allem voran die Familie. Mit den Kindern würde ich gerne reisen, damit sie die Welt kennen und andere Sprachen besser lernen können. Die Träume meiner Kinder möchte ich erfüllen.

Sei es, dass die Tochter sich ein Pferd wünscht oder der kleine Sohn so gerne mehr von Lego Technik zusammenbauen mag. Noch mehr Privatunterricht und keine staatliche Schule stünden ganz oben auf meiner Wunschliste, die ich mit einem Lottogewinn realisieren würde. Denn Privatlehrer/innen erbringen bessere Leistung und gestalten den Unterricht ganz toll, weil sie ihr Geld nicht vom Staat erhalten – und etwas tun müssen für ihr Geld.

Da Essen im Leben eine große und wichtige Rolle spielt, ist ein Privatkoch ein ganz persönlicher Herzenswunsch. Einer, der die leckersten Gerichte zubereitet und dabei auf meine (nicht) schlanke Linie achtet.

Ich müsste nur …

… einmal Lotto spielen und dabei Glück haben. Dabei bin ich kein Glücksspieler. Doch vieles, wovon ich träume, ist bei einem normalen Einkommen einfach nicht möglich. Der TV-Spot von LOTTO24 gefällt mir deshalb so gut, weil er nicht auf ein Luxusleben in Saus und Braus abzielt, sondern zusammen mit dem Song zur großen Freiheit die Geschichte eines Mannes erzählt, der tut, was er will. Frei von Luxuslimousine, Designerklamotten und Dekadenz. Ein Leben in Freiheit – ganz nach dem Motto Dreams are my reality, wie damals in La Boum – Die Fete. Eins Geschichte zweier Jugendlicher, die ihre Träume lebten.

Möchten Sie mehr über den TV Spot des Lottoanbieters erfahren, können Sie hier zum YouTube Kanal gehen oder LOTTO24 auf Facebook oder Twitter besuchen.

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Warum es bei uns kein Osterlamm gibt

Ostern – Tage wie alle anderen? Vielerorts kommt in der Osterzeit das Osterlamm auf den Tisch. Ein kleines Schäfchen wird geschlachtet und der Verzehr des gebratenen Lamms folgt einer religiösen Tradition. Aus meiner Kindheit kenne ich das Osterlamm als traditionelles Osteressen, auf das sich alle freuten. Ja, so ein zartes Lämmchen schmeckt lecker und ist wirklich ein besonderes Mahl.

Für mich war es nie eine Frage, ob ich meiner Familie Osterlämmer auftische. Niemals wollte ich ein kleines Lamm im Backofen zubereiten und mit Knödeln und Sauerbraten servieren. Ziemlich bigott, wenn man bedenkt, dass ich keine Vegetarierin bin und nicht einmal am Karfreitag zwingend auf Fleisch verzichte.

Hier schweigen die Lämmer nicht

Heute Morgen kam mein großer Sohn aus seinem Zimmer und sagte spaßhalber, der Osterhase müsse schon ziemlich fleißig sein. Als ich nachfragte, warum, erklärte er mir, dass er hinterm Haus schon den ganzen Morgen Glöckchen wie von der Lindt-Schokolade hören würde. Auf dem riesigen Nachbargrundstück hält man Tiere. Dieser Tage vermeldete mein Tochterkind, dass gerade Lämmer auf die Welt gekommen sind. Süße kleine Babyschafe.

Seitdem ging mir das Thema Osterlamm nicht mehr aus dem Kopf. Wir wohnen nun in einer Region, wo das Osteressen mit ziemlicher Sicherheit sehr traditionell und religiös geprägt ausfallen dürfte. Um uns herum wird es zu Ostern überall Lämmchen geben. Nicht die Menschen hier, sondern wir sind die Attraktion, weil wir nicht religiös und traditionell leben. Weder gehen wir in die Kirche zum Gebet, noch verspeisen wir das traditionelle Osterlamm. Dafür gibt es am Abend einen deftigen Schweinebraten.

Warum ich vor Lämmern Skrupel habe

Manchmal nervt mich das Thema Vegetarismus wirklich. Vegetarier sind häufig radikal und greifen Menschen an, die nicht vegetarisch oder gar vegan leben massiv an. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, warum wir Fleisch und tierische Produkte essen. Zumal seit tausenden von Jahren Menschen sich als Mischköstler ernähren und somit Vegetarismus ein brandneuer Trend ist.

Jeder Vegetarier wird nun aus der Haut fahren, wenn ich niederschreibe, dass ich innere Skrupel habe, ein Osterlamm zu kochen, wenngleich es bei uns klassische Osteressen wie Braten, Rouladen und Lende geben wird. Letztlich kostet jeder Fleischkonsum das Leben eines Tieres. Ja, das ist richtig. Ebenso richtig ist, dass Lämmer genauso wie Schweine und Kühe nur deshalb gezüchtet werden, um später als Fleischgericht auf den Tellern der Menschen zu landen. Born to die!

Dennoch ist es für mich ein Unterschied, ob ich einem Lamm, welches frisch auf die Welt gekommen ist, unmittelbar nach der Geburt das Leben nehme, um mir ein besonders gutes Stück Fleisch zu gönnen und meiner Familie ein vollständiges Tier für eine Mahlzeit auf den Tisch stelle. Oder ob ich ein Stück eines erwachsenen toten Tieres verwende, um uns satt zu machen.

Natürlich mache ich mich schuldig, wenn ich statt dem Osterlamm einen Rinderbraten zubereite. Ich mache mich auch schuldig, wenn ich einen Rotkohl vom Feld abschneide, um daraus leckeres Rotkraut zu kochen. Ich bin schuldig, Kartoffeln aus der Erde zu reißen, um meine Familie zu ernähren.

Wenn Vegetarier und Veganer es als scheinheilige Ausrede sehen, ist das so. Ebenso, dass es für mich einen gravierenden Unterschied darstellt, kein Osterlamm zu essen, sondern ich Fleisch von Tieren verwende, die zumindest ein etwas längeres Leben auf Wiesen und nicht in Zuchtanstalten haben konnten.

Die moderne aufgezwungene Toleranz

Das Leben in einer (schein-)heiligen Welt. Die sozialen Netzwerke sind Segen und Fluch zugleich. Immer wieder frage ich mich, wie es möglich sein kann, dass Menschen einerseits Toleranz genießen wollen, andererseits aber vollkommen intolerant sind, wenn jemand eine abweichende Meinung hat. Um das Chaos perfekt zu machen, gibt es zudem noch die aufgezwungene Toleranz, die den Menschen vorgibt, was sie in bestimmten Bereichen meinen dürfen und was nicht. Mit meinem Bild einer modernen und aufgeschlossenen Welt hat das alles nichts zu tun. Konfrontation ist da vorprogrammiert und so zähle ich zu jenen Menschen, die beim Lesen in den sozialen Netzwerken sich mehr als einmal pro Tag auf die Zunge beißen müssen.

Toleranz – eine sensible Angelegenheit

Meines Erachtens nach ist Toleranz etwas, das auf Freiwilligkeit beruht. Man toleriert etwas, das vom eigenen Weltbild und eigenen Ansichten abweicht. Tolerieren ist nicht damit gleichzusetzen, etwas gut zu finden, aber einem anderen Menschen (s)eine andere Ansicht zuzubilligen. Nicht immer fällt es leicht, sich in Toleranz zu üben. In einigen Themenbereichen ist es einem unmöglich, tolerant zu sein. Treffen zwei Menschen mit grundlegend verschiedenen Ansichten aufeinander, entsteht unweigerlich ein hohes Konfliktpotenzial.

Für tolerante Menschen sollte dies kein Problem sein. Ist es aber. Weil die eigene Toleranzgrenze einen Teil der eigenen Persönlichkeit ausmacht. Toleranz ist ein Maßstab der Werte, die im eigenen Leben eine gewichtige Rolle einnehmen und wer die Toleranzbereitschaft seines Gegenübers überschreitet, greift damit automatisch dessen Wertvorstellungen und die Persönlichkeit an. Ein anderer, toleranterer Umgang mit der Toleranz wäre wünschenswert und würde von einer intelligenten Gesellschaft zeugen. So manches Problem auf diesem Planeten wäre gelöst.

Der Toleranzzwang – eine gesellschaftliche Symptomatik

Irgendwie versteht sich von selbst, dass Toleranz nur funktionieren kann, wenn sie auf Freiwilligkeit basiert. Doch ein Phänomen der modernen Welt scheint es zu sein, Toleranz vorzugeben und einzufordern. Inzwischen wird uns vorgegeben, was toleriert werden muss. Wer es nicht tut, ist nicht intolerant, sondern sieht sich auffällig oft mit diversen Anfeindungen konfrontiert, die bis hin zur Beschuldigung, Nazi zu sein, reichen.

  • Was, du findest Conchita Wurst nicht gut? Du Nazi!
  • Du findest, Deutschland soll nicht so viele Flüchtlinge aufnehmen? Du Nazi!
  • Du sprichst dich gegen eine Moschee in deiner Stadt aus? Du Nazi!
  • Du sagst was Kritisches über Schwule oder Lesben? Du Nazi!

Ein Trend, den ich als gefährlich einschätze und ein Trend, der die Welt zu einem scheinheiligen Habitat werden lässt. Wer heute nicht mit dem Mainstream läuft und alles gut findet, was gerade aktuell ist und wer kritische Töne ablässt, wird öffentlich geteert, gefedert und der Mainstream-Meute zum Fraß vorgeworfen. Reale Gründe für ein Dagegensein oder ein Nichtdafürsein werden als Argumente nicht akzeptiert. Ebenso ein Zeichen von Intoleranz.

Erzwungene Toleranz: Die Gesellschaft am Abgrund

Heute müssen bestimmte Dinge toleriert werden und ich befürchte, dass viele dieser Gutmenschen die nach ‘bunt’, ‘frei’ und ‘modern’ rufen, dies nicht aus Überzeugung heraus tun, sondern um gefällig zu sein. Die sozialen Netzwerke fordern ein Klima einer falsch-manipulativen Toleranz und verändern somit nachhaltig die Gesellschaft. Schlimmer noch: Menschen müssen sich zweimal überlegen, ob sie ihre ehrliche Meinung kund tun oder eine oktrinierte Meinung annehmen. Letzteres ist der bessere Weg, um Konfrontationen zu vermeiden. Auch eine interessante Form, die Meinungsfreiheit zu beschränken. Mitunter das höchste Gut einer Demokratie.