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Verschwundene Socken: Das Sockenmonster

Jedes Jahr auf´s Neue kaufe ich Strümpfe für die gesamte Familie, weil verschwundene Socken bei uns seit Jahren zu beklagen sind. Das berühmt-berüchtigte Sockenmonster wohnt bei uns und zeigt sich von seine gefräßigen Seite. Jährlicher Sockenbedarf: Keine Ahnung. Aber er ist hoch. Sehr hoch. Definitiv.

Wo landen verschwundene Socken?

Das Phänomen des Sockenschwunds ist in fast jedem Haushalt zu beklagen und nimmt proportional zur Anzahl der im Haus lebenden Kinder zu. Doch wo landen eigentlich verschwundene Socken und hat das Sockenmonster eigentlich einen Namen? Das sind doch tolle Fragen, die vermutlich jede Hausfrau und Mutter beantwortet haben möchte.

Sockenfresser Nummer 1: Die Waschmaschine

Tatsächlich frisst die Waschmaschine Strümpfe und verdaut sie tief in ihrem Inneren. Beim Schleudergang und zu voll geladener Waschmaschine schlägt das Sockenmonster Nummer 1 zu. Einzelne Strümpfe werden beim Schleudern zwischen Sichtfenster und Gummischlitz gepresst, von da aus wandern verschwundene Socken aus der Trommel hinaus und werden bis zum Heizstab gezogen. Dort verschleißen die Strümpfe mit jeder Wäsche zunehmend, bis sie sich in kleine Wollfetzen aufgelöst haben.

Um das zu verhindern und den Sockenschwund zu reduzieren, sollte die Waschmaschine nicht zu voll beladen werden. Auch die Verwendung eines Sockennetzes bzw. der Einsatz von einem Wäschenetz schafft zuverlässig Abhilfe.

Sockenmonster Nummer 2: Kinder

Ich bin mir noch nicht sicher, ob Kinder anstelle der Waschmaschine nicht sogar eher Platz Nummer 1 als Verantwortliche für verschwundene Socken verdient haben. Zumindest meine Tochter ist ein leidenschaftliches Sockenmonster. Sie schafft es mühelos, innerhalb von einer Woche 7 Paar Stümpfe zu trennen und von 14 einzelnen Strümpfen nur noch wenige Socken zu haben.

Aufpassen – muss sie nicht. Schließlich hat Mama einen umfangreichen Sockenvorrat und die Schuhgröße ist die gleiche, so dass Mamas Strümpfe perfekt passen und sowieso cooler aussehen.

Sockenmonster Nummer 3: Haustiere

Hunde und Katzen sind nicht weniger unschuldig, wenn es um verschwundene Socken geht. Gerade dieser Tage erlebt. Tochterkind lacht sich mitten in der Nacht lauthals weg und weckte die gesamte Familie auf. Beim Toilettengang kam ihr eine der Katzen entgegengesaust – mit einer geklaut Socke im Maul. Tatsächlich, das Sockenmonster gibt es wirklich; hat vier Beine und ziemlich flauschiges Fell.

Strümpfe – heiß begehrt

Jetzt, wo es wieder kalt wird und barfuß Laufen gar nicht mehr geht, mussten wir feststellen: Der Sockenvorrat ist nahezu aufgebraucht und wir müssen Nachschub für die gesamte Familie besorgen. Zahlreiche verschwundene Socken bleiben genau DAS, tauchen nie mehr auf und müssen vor Herbstanbruch ersetzt werden.

Damit wir mit warmen Füßen durch den kalten Winter kommen, gibt es dieses Jahr wieder den einheitlichen Sockenlook: Schwarze Strümpfe für alle, damit man aus getrennten Sockenpaaren neue Pärchen bilden kann. Diese Technik hat sich im letzten Winter bewährt und wird es auch dieses Jahr wieder tun.

Doch nicht nur Sockenmonster haben es auf die warmen Füßlinge abgesehen. Bei uns werden die Strümpfe täglich gewechselt und daher oft gewaschen. Die häufige Wäschepflege trägt dazu bei, dass der Stoff schnell ausdünnt und so manche Socken an Zehen oder Ferse ein Loch bekommt. Heute stopft kaum eine Hausfrau Strümpfe und deshalb werden kaputte Strumpfwaren bei uns ausgesorgt.

Immerhin: Ich Glückliche darf mich über recht langlebigen Sockenbestand freuen, wenn ich gewissenhaft dafür sorge, dass meine Tochter keine Gelegenheit hat, meine Sneakerssocken zu stibitzen. Da ich grundsätzlich mit meinen heißgeliebten Birkenstock Schuhen zuhause rumlaufe, halten sich meine Fußwärmer ohnehin lange und so freue ich mich darauf, dass ich mir auch bunte Socken kaufen kann, die lange als Pärchen zusammenbleiben, wenn nicht gerade die Waschmaschine für verschwundene Strümpfe sorgt.

Leben auf dem Land

Raus aus der großen Stadt. Das war mein Motto. Aus dem Ruhrpott sind wir ausgewandert und haben uns für ein Leben auf dem Land entschieden. Frankreich war unser Zielland. Ein kleines Örtchen mit etwa 260 Einwohnern, keiner Infrastruktur und dem gewünschten Dorfidyll. Unser Leben hat sich von Grundauf geändert:

  • Knapp 600.000 Stadtbewohner einer Pott-Metropole haben wir hinter uns gelassen.
  • Von großen Supermärkten, Baumärkten und zentraler Lage haben wir uns verabschiedet.
  • Aus einer großen Stadtwohnung mit ätzenden Obermietern sind wir in ein großes Haus mit noch größerem Grundstück gezogen

Obwohl wir Stadtmenschen sind, haben wir uns vor der Auswanderung auf´s Leben auf dem Land sehr gefreut.

Als Stadtmensch auf dem Land?

Meine Kinder sind in der Stadt aufgewachsen und ich mag das urbane Treiben. Allerdings kenne ich aus meiner Kindheit das Leben auf dem Land und habe den Kindern viel darüber erzählt. Der Gedanke, nicht nur Deutschland zu verlassen, sondern auch der Stadt den Rücken zu kehren, wuchs heran. Es war nicht schwer, den Schritt zu wagen.

Oft werde ich gefragt, ob das so einfach geht. Ein Stadtmensch ist doch für das Leben auf dem Land gar nicht geeignet. Ja, es ist eine Umstellung. Viele Dinge laufen in ländlichen Regionen anders und man muss sich arrangieren.

Uns war es wichtig, einen großen Garten zu haben, in dem wir Hühner halten, Obst, Gemüse und Salat anpflanzen können. Unser Problem: Von all dem habe ich als Stadtmensch kaum Ahnung. Doch es gibt nichts, das man nicht lernen könnte.

Richtig leben auf dem Land – ein langer Weg

Uns ging es nicht darum, einfach nur ein Landhaus zu beziehen, einen Englischen Rasen im Garten zu haben, sondern wir wollen uns teilweise selbst versorgen, weil Eier aus dem Supermarkt nicht schmecken und selbst Obst und Gemüse kaum noch in guter Qualität gekauft werden können. Das Gärtnern und Bewirtschaften ist also ein wichtiger Teil unserer Vorstellung von einem Leben auf dem Land.

Vier Gärten haben wir, die uns momentan alles abverlangen. In den letzten Jahren passierte hier nicht viel. Für uns eine Herausforderung. Bevor wir den Garten so nutzen können, wie wir uns das vorstellen, gibt es viel zu tun.

Hilfe, wo bekommt man Gartengeräte her?

Wie erwähnt ist die Infrastruktur hier in der Region recht mau und selbst lokale Geschäfte haben nicht immer das, was man kaufen möchte. Große Städte gibt es hier nicht und obwohl hier alle ein Leben auf dem Land führen, ist die Suche nach Schippe, Spaten, Schubkarre und allem, was wir sonst so für die Gartenarbeit brauchen, echt mühsam. Zwar gibt es zwei “größere” Läden, die Hühnerställe, Hasenställe und Gartenmöbel haben, allerdings Gartenwerkzeug haben wir noch nicht entdeckt.

Wenn es um solche Dinge geht, versuchen wir es im Internet, da es zumindest ein paar Garten- und Baumärkte gibt. Aber auch das ist nicht immer ganz so einfach. Zumal wir die Landessprache noch nicht vollständig beherrschen. Mit dem Google Translater können wir Internetseiten von Gartenshops und Baumärkten übersetzen, allerdings wird´s bei Beschreibungen wie z. B. dem ‘tondeuse à gazon’ schwierig, da die Übersetzung dem Rasenmäher suspekte Produkteigenschaften zuweist.

Die Vorteile vom Leben auf dem Land

Das Landleben hat viele Vorteile. Zumindest dann, wenn man, so wie ich, dem Stadtleben überdrüssig geworden ist. Ich genieße die neue Freiheit.

Endlich wieder frische Luft

Langer Rede kurzer Sinn: In diesem Sommer wird das mit der erhofften Gartennutzung nichts mehr. Unser Gartenwerkzeug ist noch nicht vollständig und es gab mehr zu tun, als anfangs anzunehmen war. Macht nichts, denn so oder so: Wir lieben unser Leben auf dem Land.

Obwohl wirklich alles anders ist, fühlen wir uns freier als in der Ruhrpottmetropole mit knapp 600.000 Einwohnern. Die Luft hier ist einfach großartig und jeder Stadtmensch sollte einmal ganz weit weg von Industrie und Städten fahren, um durchzuatmen.

Als ich zum ersten Mal hier aus dem Auto ausgestiegen bin, war ich überwältigt. Es riecht hier unglaublich toll. Nicht nach Kuhmist oder Hühnerstall, sondern nach Natur. 10 Jahre Ruhrpott haben saubere Luft in Vergessenheit geraten lassen.

Keine Martinshörner mehr

Es ist ein ganz neues Lebensgefühl, niemand mehr über sich wohnen zu haben oder morgens die Rollläden hochzuziehen und direkt in die Natur zu schauen. Was ich wirklich sehr erdrückend in den Städten fand, waren all die Martinshörner, die ich im Laufe eines Tages zu hören bekam. Nicht, weil ich mich dadurch gestört fühlte, sondern weil jedesmal in mir der Gedanke aufkam: “Ist jemand etwas Schlimmes passiert?

Kinder lernen die Natur kennen

Ich finde es toll, dass meine Kids im letzten Jahr so viel über Tiere und Natur erfahren haben, wie es in der Stadt niemals möglich wäre. Sie streicheln Kühe, haben gesehen, wie Schäfchen und kleine Zicklein auf die Welt kommen. Haben Frösche, Hasen und Blindschleichen in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten können und dürfen bei den Nachbarn beim Aufsammeln der frisch gelegten Hühner- und Wachteleier helfen.

Eine ganz tolle Nachbarin, eine alte Dame, erklärt uns viel über das Leben auf dem Land. Tipps und Tricks, wie man Pflanzen nutzt, welche Pflanzen man zum Teekochen verwenden kann, woran man ungiftige Pilze erkennt und wie man Champignons von der Kuhweide stibitzen kann, ohne dass die Kühe zornig werden.

Nach dem Umzug auf´s Land: Vermissen wir die Stadt?

Nein! Tief im Herzen sind und bleiben wir Stadtmensch. Doch das Leben auf dem Land und die viele Gartenarbeit wollen wir nicht mehr hergeben. Was uns jetzt noch fehlt, ist der tolle Garten, den wir hoffentlich im nächsten Jahr soweit fertig haben, dass wir den Sommer unter freiem Himmel genießen können.

Seit einem Jahr habe ich keine Stadt mehr erlebt. Ich vermisse NICHTS. Wenn ich mir heute vorstelle, noch einmal die dreckige Luft riechen zu müssen, schüttelt es mich. Auch solche banalen Dinge wie Parkplatzsuche, Gehupe oder Bohrgeräusche aus der Nachbarwohnung brauche ich nicht mehr, weil diese Geräusche nerven.

Ist das Leben auf dem Land langweilig?

Iwo! Leise ist es hier nicht. Hier gackern die Hühner und wenn wir auf´s Klo gehen, hören wir vom Grundstück hinter unserem Haus die Ziegen meckern und die Pferde wiehern. Die großen Traktoren und Landmaschinen der Bauern fahren hier, wenn das Feld es erfordert und das Wetter es nötig macht. Auch Sonntags, an Feiertagen und bis in den späten Abend hinein. Na und?

Die Nachbarn hacken Holz, wenn das Wetter gut ist und die Holzlieferung eintrifft. Wann immer das ist. Statt zu mosern und sich über Ruhestörung zu beklagen, schnappt man die Axt, geht rüber und hilft.

Jeden Tag passiert etwas. Etwas positives, lustiges oder einfach für uns etwas Neues. Die Kinder finden Maikäfer, ein Katzenbaby miaut vor der Haustür und bittet um Einlass, Blindschleichen wuseln durch den Garten, die Walderdbeeren sind reif, oder es geht wieder in den Hühnerstall, um Eier zu holen. Hier lebt man wirklich.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Viele predigen, aber nur wenige halten, was sie reden. Es gibt Ausnahmen! Seit langer Zeit kenne ich eine Bloggerin. Seit einiger Zeit bin ich mit ihr befreundet. Eine Chaotin. So scheint es. Auf den ersten Blick. Doch ein Mensch der ersten Klasse. Nicht der Norm entsprechend und doch so zauberhaft. Ein Mensch, der es nicht leicht hat im Leben. Schicksalsschläge – und doch lässt sie sich davon nicht “klein kriegen”. Eine Frau, die Stärke beweist und des Kämpfens nicht müde wird. Für mich eine Heldin. Eine, auf die der Spruch “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” absolut zutrifft. Eine Alltagsheldin. Eine, die mit kleinen Dingen glänzt. Während andere Großes verkünden. Um es nicht zu halten.

Meine Heldin, eine Lebensretterin

Fast tagtäglich begegnen uns bei der Autofahrt tote Tiere. Tiere, die aus Versehen unter die Räder kamen. Kröten, Katzen, Hasen, Igel. Achtlos fahren wir dran vorbei. Doch da ist meine Heldin. Eine Heldin, die nicht achtlos ist. Aufmerksam ist sie.

So lief ihr dieser Tage ein Igelchen über den Weg. Ein Igel, der in Not geraten ist. Krank wirkte er. Krank und hilflos. Meine Heldin nahm sich des Igelchens an, nahm ihn mit nach Hause, um ihn dort notdürftig zu versorgen. Etwas Katzenfutter und ein homöopathisches Mittel gegen Schnupfen. Denn das Igelchen nieste. Es war krank.

Igel stehen unter Naturschutz und dürfen nicht einfach so mitgenommen werden. Dessen gewiss wählte meine Freundin die Nummer des Tierschutzes und bat um Hilfe für den kleinen Igel. Es dauerte einige Stunden, bis der Tierschutz den hilfsbedürftigen Igel bei der Frau abholten, um ihn zum Tierarzt zu bringen.

Der in Not geratene Igel sollte medizinische Hilfe bekommen, die er dringend benötigte, wie sich später herausstellte. Denn das Tierchen hatte eine Lungenentzündung und hätte diese wohl nicht überstanden, wenn nicht eben meine Alltagsheldin sich des kleinen Tierchens in Not angenommen hätte.

Vom Tierschutz bekam sie die Telefonnummer des Tierarztes, zu dem der Igel gebracht werden sollte. Sie rief dort mehrfach an, um sich über das Ergehen des Igelchens zu erkundigen. Das Tier wird derzeit mit Antibiotika behandelt und aufgepäppelt, damit es bald wieder in die Freiheit entlassen werden kann.

Es gibt nichts Gutes – außer man tut es

Diese Frau, meine Alltagsheldin, hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir Menschen nicht immer nur an uns selbst denken. Es ist wichtig, ungeheuer wichtig, mit offenen Augen durch das Leben zu gehen. Uns gewissenhaft vor Augen zu führen, wo echte (!) Not herrscht und wo wir helfen können. Schnell. Unkompliziert. Verantwortungsbewusst. Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.

Doch bevor man hilft, sollte man eins: Das Gehirn einschalten. Denn es geht nicht nur um Hilfe. Es geht um richtige Hilfe. Hilfe mit Verstand! So, wie bei dem kleinen Igelchen, das wahrlich in Not geraten war und wirklich Hilfe bedurfte.

Der Missbrauch von “Hilfe”

Vor nicht allzu langer Zeit predigten uns die Politiker, man bräuchte eine “Kultur des Hinschauens“. Ja, Hinschauen ist wichtig. Doch nur, wenn der Fokus auch stimmig ist. Wenn mit Weitblick überdacht wird, was das eigene Handeln für Folgen mit sich bringt.

Konkret bezogen sich die Politiker auf Kinder in angeblichen Notsituationen. Eltern, die ihre Kinder misshandeln. Kinder, deren Kindeswohl nicht gewährleistet sein soll. Weil Eltern nicht den ganzen Tag zu Hause sind. Weil Eltern mal “Fünfe gerade sein lassen” und ihre Kinder nach draußen zum Spielen lassen. Kinder mal schmutzig sind und in zerrissenen Hosen über den Spielplatz toben.

Doch mal ehrlich, Frauen. Sind diese Kinder in Not? Sind das Gründe, um Melder zu werden und das Jugendamt auf diese “verwahrlosten” Kinder aufmerksam zu machen? Oder handelt es sich um eine ganz normale Familie? Kinder, die noch solche sein dürfen? So richtig mit Toben und Spielen. Kinder, die ein anderes Lebenskonzept als Förderung und noch mehr Förderung in ihrem jungen Leben erfahren? Kinder, deren Terminkalender nicht voller ist, als jener eines Top-Managers? Kinder, die sich in ihrer Kindheit austoben und unbeschwert dem Leben entgegenblicken dürfen? Kinder, deren Eltern als Multijobber vielleicht das Familieneinkommen erarbeiten müssen.

Mein Anliegen: Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Zählen Sie zu jenen Menschen, die das Motto “Es gibt nichts Gutes, außer man tut es” wirklich verfolgen? Oder zählen Sie zu jenen, die als Gutmensch Wein predigen und Wasser saufen? Gehören Sie zur Sorte Mensch, die lieber monatlich an den Tierschutzverein spenden, anstatt einen in Not geratenen Igel von der Straße aufzulesen und dem flohbefallenen Tierchen erste Hilfe zu leisten? Ihm ein Handtuch zu opfern, ihn als Ersthelfer aufzupäppeln? Ihm Obdach zu gewähren, anstatt das Gewissen mit einer monatlichen Spende an den Tierschutzverein “rein” zu waschen? Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

Helfen Sie lieber einem Igelchen, das in Not geraten ist, als sich zum Handlanger von Menschenrechtsverbrechen zu machen, nur, weil es besser klingt, sich zu einer heuchlerischen “Kultur des Hinschauens” zu bekennen. Treten Sie mit geballter Kraft der EU in den Arsch – so, wie ich und meine Alltags-Heldin es auch tun! Wehren Sie sich gegen falsche Normen und kranke Gesetze. Denn irgendwann werden auch Sie ein Mensch sein, der nicht mehr in die EU-Norm passt!

Liebe Manuela, bitte entschuldige, dass ich dein Igel-Bild “geklaut” habe. Doch du bist meine Alltags-Heldin und hast dir in meinem Herzen und auf diesem Blog einen ganz besonderen Platz verdient. Und niemand anderes, als “dein” Igelchen könnte besser für deine tolle Hilfe Pate in diesem Artikel stehen. 😉

Frische Eier – Keins gleicht dem anderen

Gleicht wirklich ein Ei dem anderen? Ich erinnere mich an meine Kindheit. Als wöchentlich der Bauer mit einem Verkaufs-LKW durch den Ort fuhr, um frische Landprodukte zu verkaufen. Meine Mutter schwor auf diese und kaufte immer frische Eier bei eben jenem Bauer.

Eier aus dem Supermarkt: Ekel, statt Genuss

Irgendwann zog ich aus und somit war meine Einkaufsgelegenheit für frische Eier vom Bauern nicht mehr gegeben. Ich war gezwungen, Hühnereier im Supermarkt zu kaufen. Mein Eierkonsum ging beachtlich zurück, denn statt leckerem Ei-Geschmack schmeckten die Supermarkteier nach Fischmehl. Widerlich!

Selbst die Kids konnten diesen Eiern nichts abgewinnen. Erst durch unsere Auswanderung nach Frankreich kamen wir wieder in den Genuss, frische Eier direkt vom Hühnerhof zu bekommen. Doch nicht aus Massentierhaltung, sondern von glücklichen Hühnern aus privater Haltung.

Glückliche Hühner für leckere frische Eier!

Die frischen Hühnereier und Vögeleier, die wir hier bekommen, dürften der EU ziemlich gegen den Strich gehen. Denn die sind eigenwillig und fügen sich in keine EU-Norm ein. Die Landhühner aus unserem kleinen und beschaulichen 260 Seelendorf halten sich nicht an Maßvorgaben, wie groß, oval und schwer so ein Ei zu sein hat oder wie dick die EU-Norm-Eierschale zu sein hat.

Und auch bei der Farbe der Eier geht es nicht nach EU-Norm zu. Die Dorfhühner machen, was sie wollen. Kein Ei gleicht dem anderen und keins der französischen Eier ist mit Supermarkteiern zu vergleichen. Sogar Federn und Hühnerkacke hängt noch dran! Beim Backen ist das mit der unterschiedlichen Größe zwar gewöhnungsbedürftig, aber dafür schmecken unsere Eier so super, dass mir das egal ist.

Natürliche Haltung – beste Qualität

Als Stadtmenschen haben wir in Deutschland nicht viel über Hühnerhaltung erfahren. Wie auch? Mit unserer Auswanderung haben wir uns für ein Leben auf dem Land entschieden und es dauerte nicht lange, bis meine Kinder alle Hühner, Kühe, Ziegen und Schafe des kleinen Orts kannten.

Wann immer hier ein Lämmchen geboren oder kleines Zicklein die Welt erblickt, erfahre ich es von den Kindern. Für sie ist das Leben auf dem Land einfach toll. Gerade gestern ist ein Kälbchen ausgebüxt und lief direkt an meinem Bürofenster vorbei – ein tolles und unvergessliches Erlebnis für mich und meine Kinder.

Mit Kindern auf dem Dorf leben

Die Menschen hier im kleinen Dorf sind klasse. Nicht alle, aber viele. Die Kinder können die Tiere anschauen, die Besitzer mit Fragen löchern und so erfahren die Kids viel, wie man Hühner und Wachteln wirklich gut hält, wie sie gesund und verantwortlich ernährt werden. Einfach alles, was man wissen muss.

Dabei lernen nicht nur die Kinder enorm viel, sondern ich als Mutter ebenfalls. Bislang wußte ich nicht, wie gravierend die Unterschiede frischer Eier sein können. So gibt es eigens Hühnereier, die wenig Cholesterin haben. Sie sehen ganz anders aus und schmecken anders. Wie wenig ein Ei dem anderen gleicht, zeigt auch dieses Bild. Das braune Ei ist das, welches nur wenig Cholesterin hat. Daneben ein ganz normales Hühnerei, unten drunter frische Eier von Seidenhühnern aus Freilandhaltung.

Auf dem Dorf ist die Ernährung gesünder

Was in Deutschland als Delikatesse gilt, ist hier im Ort ganz normal. So zählen Wachteleier ganz normal zur Ernährung dazu und fast jeder hat kleine Wachteln im Garten.

Die kleinen Eier der Wachtel sind nur ein Bruchteil so groß wie herkömmliche Hühnereier, sind wirklich mühsam zu schälen, schmecken dafür um ein Vielfaches besser als das einfache Hühnerei.

Die winzigen Wachteleier sind einfach schön anzusehen und es lohnt sich, ihre Schale mühsam anzuknibbeln. Die Frau, von der wir die leckeren Wachteleier bekamen, kochte ein paar der Eier, um meiner Tochter zu zeigen, wie man sie richtig schält.

Ganz frische Eier haben noch keine Luftblase und daher sitzt die Eihaut noch fest am Ei. Nur, wenn man unten eine Delle ins Ei schlägt, um die viel dünnere Eischale mit der Haut abzuziehen, bleibt das Wachtelei ganz. Aha. Eier, die gut zu schälen gehen, sind also gar keine frischen Eier!

Was frische Eier mit Lifestyle zu tun haben

Lifestyle wird oft auf “Schickimicki” reduziert und die Menschen sind sich nicht bewusst, das Lifestyle die Art zu Leben ist. Ist es Leben, sich mit alten Eiern zu ernähren? Mit Eiern, bei denen EU-Normen dafür sorgen, dass ein Ei dem anderen gleicht? Nein! Natürlich nicht.

Leben heißt, individuell zu sein. Das Leben so zu gestalten, dass man Lebensqualität erfährt, seinen eigenen Stil durchzieht und nicht alles in irgendeine geisteskranke Norm presst. Dazu zählt auch, Nutztiere nicht in enge Käfige zu zwängen, sie nicht mit Fischmehl zu mästen und sie nicht ihrer Freiheit zu berauben. Hier auf dem Land haben die Menschen einen anderen Bezug zu ihren Tieren und auch zu ihren regionalen Produkten.

Für uns bedeutet das Auswandern auf´s Land mehr, als nur die Ausreise aus Deutschland. Wir haben unserem Leben ein Upgrade verpasst. Ein Upgrade in ein Stückchen – noch – heilere Welt. Wo Tiere noch tiergerecht leben dürfen. Wo Menschen sich noch nicht einer kranken EU-Norm unterwerfen und Gurken nach Schablonen biegen oder Eier auf Einheitsmaß züchten. Unser Lifestyle lässt es zu, dass frische Eier nach leckerem Ei schmecken. Ein Lifestyle, bei dem es (noch) kein krankes Streben nach Perfektion gibt.

Warum es bei uns kein Osterlamm gibt

Ostern – Tage wie alle anderen? Vielerorts kommt in der Osterzeit das Osterlamm auf den Tisch. Ein kleines Schäfchen wird geschlachtet und der Verzehr des gebratenen Lamms folgt einer religiösen Tradition. Aus meiner Kindheit kenne ich das Osterlamm als traditionelles Osteressen, auf das sich alle freuten. Ja, so ein zartes Lämmchen schmeckt lecker und ist wirklich ein besonderes Mahl.

Für mich war es nie eine Frage, ob ich meiner Familie Osterlämmer auftische. Niemals wollte ich ein kleines Lamm im Backofen zubereiten und mit Knödeln und Sauerbraten servieren. Ziemlich bigott, wenn man bedenkt, dass ich keine Vegetarierin bin und nicht einmal am Karfreitag zwingend auf Fleisch verzichte.

Hier schweigen die Lämmer nicht

Heute Morgen kam mein großer Sohn aus seinem Zimmer und sagte spaßhalber, der Osterhase müsse schon ziemlich fleißig sein. Als ich nachfragte, warum, erklärte er mir, dass er hinterm Haus schon den ganzen Morgen Glöckchen wie von der Lindt-Schokolade hören würde. Auf dem riesigen Nachbargrundstück hält man Tiere. Dieser Tage vermeldete mein Tochterkind, dass gerade Lämmer auf die Welt gekommen sind. Süße kleine Babyschafe.

Seitdem ging mir das Thema Osterlamm nicht mehr aus dem Kopf. Wir wohnen nun in einer Region, wo das Osteressen mit ziemlicher Sicherheit sehr traditionell und religiös geprägt ausfallen dürfte. Um uns herum wird es zu Ostern überall Lämmchen geben. Nicht die Menschen hier, sondern wir sind die Attraktion, weil wir nicht religiös und traditionell leben. Weder gehen wir in die Kirche zum Gebet, noch verspeisen wir das traditionelle Osterlamm. Dafür gibt es am Abend einen deftigen Schweinebraten.

Warum ich vor Lämmern Skrupel habe

Manchmal nervt mich das Thema Vegetarismus wirklich. Vegetarier sind häufig radikal und greifen Menschen an, die nicht vegetarisch oder gar vegan leben massiv an. Ich möchte mich nicht rechtfertigen müssen, warum wir Fleisch und tierische Produkte essen. Zumal seit tausenden von Jahren Menschen sich als Mischköstler ernähren und somit Vegetarismus ein brandneuer Trend ist.

Jeder Vegetarier wird nun aus der Haut fahren, wenn ich niederschreibe, dass ich innere Skrupel habe, ein Osterlamm zu kochen, wenngleich es bei uns klassische Osteressen wie Braten, Rouladen und Lende geben wird. Letztlich kostet jeder Fleischkonsum das Leben eines Tieres. Ja, das ist richtig. Ebenso richtig ist, dass Lämmer genauso wie Schweine und Kühe nur deshalb gezüchtet werden, um später als Fleischgericht auf den Tellern der Menschen zu landen. Born to die!

Dennoch ist es für mich ein Unterschied, ob ich einem Lamm, welches frisch auf die Welt gekommen ist, unmittelbar nach der Geburt das Leben nehme, um mir ein besonders gutes Stück Fleisch zu gönnen und meiner Familie ein vollständiges Tier für eine Mahlzeit auf den Tisch stelle. Oder ob ich ein Stück eines erwachsenen toten Tieres verwende, um uns satt zu machen.

Natürlich mache ich mich schuldig, wenn ich statt dem Osterlamm einen Rinderbraten zubereite. Ich mache mich auch schuldig, wenn ich einen Rotkohl vom Feld abschneide, um daraus leckeres Rotkraut zu kochen. Ich bin schuldig, Kartoffeln aus der Erde zu reißen, um meine Familie zu ernähren.

Wenn Vegetarier und Veganer es als scheinheilige Ausrede sehen, ist das so. Ebenso, dass es für mich einen gravierenden Unterschied darstellt, kein Osterlamm zu essen, sondern ich Fleisch von Tieren verwende, die zumindest ein etwas längeres Leben auf Wiesen und nicht in Zuchtanstalten haben konnten.

Reiten lernen in den Ferien

Nicht nur viele Kinder, sondern ebenso auch zig Erwachsene möchten Reiten lernen – vielleicht sogar, um sich einen lange gehegten Kindheitstraum zu erfüllen. Dies kann man zuhause, wenn eine Reitschule in der Nähe ist. Oder aber man nutzt die Ferien, um daraus richtige Reiterferien zu machen. Entsprechende Möglichkeiten zum Reiten lernen in Reiterferien finden sich nicht alleine in Deutschland, sondern auch im Ausland. So kann man den erholsamen Familienurlaub mit dem Reiten lernen verbinden und eine Reise der ganz besonderen Art erleben.

Reitangebote von Pferd und Reiter

Leider sind viele Anbieter für Reiterferien gar nicht so leicht ausfindig zu machen. Deshalb möchte ich Ihnen und Ihrer Familie PFERD und REITER vorstellen. Das Portal, dass seinen Sitz in Tangstedt hat, bietet auf seiner Webseite zahlreiche Informationen rund um das Reiten lernen, hält unglaublich zahlreiche Angebote rund um die Reiterferien bereit und arbeitet weltweit mit 175 Partnern zusammen, die das Reiten lernen in den Ferien nicht allein in Deutschland, sondern auch im Ausland möglich machen. Das beste dran: Hier lernt man nicht in einer Reithalle, sondern während man mit dem Pferd durch das Gelände reitet.

Reitangebote nach individuellen Suchkriterien auswählen

Mit einem Mausklick kann man sich auf der umfangreichen Internetseite sortierbar nach Erdteilen, Ländern, Regionen und diversen Reitprogrammen (ab November 2014 gibt es den neuen Katalog) nach passenden Reitangeboten erkundigen. Die Sucheinstellungen können sehr individuell angepasst werden. Beispielsweise lassen sich bestimmte Pferderassen auswählen oder die eigenen Reitqualifikationen als Suchkriterium einstellen.

Daneben gibt es derzeit einen Gutschein in Höhe von 20 Euro, der beim Buchen einer Reise auf PFERD & REITER mit “Gutscheincode BG14” eingelöst werden kann. Vielleicht sind die Reiterferien aber auch eine tolle Inspiration für ein Weihnachtsgeschenk – und so kann man einen Geschenkgutschein ab einem Wert von 50 Euro erwerben.

Wohin führen die Reiterferien?

Die Reiseangebote auf PFERD & REITER sind so umfangreich und attraktiv, dass ich Ihnen natürlich gerne einige davon vorstellen möchte. Übrigens spielt es keine Rolle, ob man im Umgang mit Pferden schon Profi oder Reiteinsteiger ist. Für jede Qualifikation stehen die gewünschten Reiterferien zur Auswahl. Mir persönlich würde es sehr schwer fallen, mich für Reiterferien in Deutschland oder im Ausland zu entscheiden. Zwar gibt es hier im Elsaß Gelegenheiten zum Reiten lernen, doch ein Aufenthalt in den Ferien in einem anderen Land sind nicht weniger verlockend.

Reiten lernen in Deutschland

Um nur einige Reitangebote innerhalb von Deutschland zu benennen, habe ich mir einige der schönsten Reiseziele angeschaut und bin froh, dass meine Kids nicht dabei waren. Im gesamten Bundesgebiet gibt es in den schönsten Landstrichen wie

  • Schleswig-Holstein
  • Sylt
  • Lüneburger Heide
  • Westerwald
  • Chiemsee

die unterschiedlichsten Locations für Reiterferien im Einklang mit der Natur. Ob man mit Kind und Pferd gemütlich durch den Bayerischen Wald traben möchte, oder im Galopp Westernreiten an der Prignitz erleben will. Kein Urlaubswunsch bleibt auf PFERD & REITER unerfüllt. Herausragend finde ich persönlich die Curly Horses. Sie erlauben es im Bergischen Land sogar allergiegeplagten Reitbegeisterten die Chance, allergiefrei in den Genuss von Reitstunden zu kommen.

Im Ausland Ferien zum Reiten lernen verbringen

Eltern und Kinder sind sich bei der Urlaubsplanung nicht immer einig. Dem Kind würde es reichen, überhaupt in die Nähe eines Reiterhofs zu kommen, um endlich Reiten lernen zu können, während die Erwachsenen in den Ferien lieber ein anderes Land und eine fremde Kultur kennenlernen möchten. Dabei kann man beide Urlaubswünsche miteinander vereinen. Innerhalb Europas, aber auch in Afrika, Asien, Australien, Neuseeland und Amerika können spannende Reitferien über PFERD & Reiter ausgewählt und gebucht werden. Ein absoluter Traum meinerseits wäre der wilde Ritt über die Strände Tunesiens. Einmal mit einem Araber an der Meeresküste entlang zu reiten, die Haare im Wind fliegen zu lassen und dabei das phantastische Meeresklima von Tunesien zu genießen, während man innerhalb der exotischen Reiterferien am Morgen über die orientalischen Märkte flaniert und abends einem traumhaft schönen Sonnenuntergang entgegen reitet. Da packt mich doch sogleich das Fernweh und die große Reiselust, weil ich mir Reitstunden in der Halle überhaupt nicht vorstellen will. Viel lieber will ich durch die Natur im freien Gelände reiten. Leider sind bei uns gerade die Herbstferien zu Ende gegangen und es wird wohl noch eine Weile dauern, bis ich mit meinen Kindern endlich Reiten lernen kann. Sind Sie jetzt ebenfalls von der Urlaubs- und Reiselust gepackt? Dann sollten Sie sich PFERD und REITER ebenfalls mal ansehen.

Kleine Mädchen lieben Pferde …

… große aber auch! Als ich selbst noch Kind war, schleppte ich so mancherlei Getier mit nach Hause. Die Krönung war ein kleines grünes Fröschlein, das sich von meiner Hand aus dem Staub machte und dann tagelang gesucht werden musste. Es folgte das erste Haustier, ein Kanarienvogel namens Hansi, wegen dem schon kurz nach seinem Einzug die komplette rustikale Wohnwand zur Freude meiner Eltern abgebaut werden musste, weil er nicht mehr dahinter raus kam. Nach Hansi zogen Mr. X, ein asiatischer Kampffisch, Mäuse, ein Hamster, noch ein Hamster, Wellensittiche und so manches mehr ein. Je größer ein Mädchen wird, umso größer muss wohl auch das Haustier werden. Irgendwann war es dann soweit: „Mama, bekomme ich eine Giraffe?“ – „NEIN!“ – „Aber dann doch ein Pferd, oder wenigstens ein klitzekleines Pony…“

Heute bin ich groß und habe eine Tochter – mit Pferdewunsch

Weder das mit dem Pferd, noch das mit dem klitzekleinen Pony wurde etwas. Dafür bekam ich eine Tochter. Im Alter von 2 Jahren sammelte sie mit Vorliebe Regenwürmer. Mit 3 Jahren waren es die Weinbergschnecken. Ein Jahr später zogen bei uns ein: Meerschweinchen, Hasen, Katzen, Tauben, notleidende Amseln zum Peppeln und so weiter.

Doch Kinder werden größer und mit ihnen auch die Tierliebe und die Erwartung, in welcher Größe ein Haustier wohl perfekt sei. Beim Tochterkind war es erst die Kuh. Zugegeben, die wäre ja praktisch wegen der Milch. Doch Kuhfladen im Wohnzimmer. Nein!

Dann kam der vorige Sommerurlaub. Eine Radtour in Verbindung mit Camping-Urlaub. Also raus in die Natur und Dinge erkunden, die man in der Stadt nicht hat. In unmittelbarer Nähe war eine Pferdekoppel mit angebundenem Bauernhof.

Tagtäglich passierten wir die Pferdewiese und immer mussten wir anhalten, weil Tochterkind ihr Herz sofort an die Kaltblütler verschenkt hatte. Aus dem Urlaub nach Hause gekehrt, war die Hoffnung, sie würde den Wunsch nach einem eigenen Reitpferd bald vergessen vergebens.

Also machte ich mich auf die Suche, ob es irgendwo in der Nähe die Möglichkeit gäbe, die großen Tiere zu erleben. Mir ist schließlich dieser Wunsch alles andere als fremd. Nun steht ein ganzer Kanister mit Leinöl für Pferde für Pferde bei uns im Hausflur, weil es direkt um die Ecke einen Pferdehof gibt, wo die junge Dame täglich die geliebten Vierbeiner mit Leckeren verwöhnen kann.

Zwar sind wir keine Pferdebesitzer, aber können einen großen Teil unserer Freizeit der Pferdepflege widmen und so wurde zumindest ein Stückchen des Traums zur Realität.

Kinder brauchen den Umgang mit Tieren

Ob es meine eigene Kindheit ist oder die meiner Kinder. Tierliebe und der Kontakt mit Tieren ist für die Entwicklung absolut wichtig und auch notwendig. Jedes Kind baut eine besondere Bindung zu den Tieren auf. Tochterkind liebt die Pferdepflege und kümmert sich fürsorglich um die Meerschweinchengruppe.

Die Söhne toben gern mit Hunden und bespaßen tagtäglich die Katzen. Dabei lernen die Kids nicht nur, dass der Umgang mit tierischen Freunden großen Spaß bereitet, sondern sie übernehmen Verantwortung für andere Lebewesen.

Nicht, weil sie müssen, sondern weil sie wollen. Beileibe braucht man keine Pferde, um Kids das Zusammenleben mit Tieren zu ermöglichen, doch für uns ist beim Traumpferd das letzte Wort sicher noch nicht gesprochen.