Warum sind Frauen so kompliziert?

Das Männer-Frauen-Ding. Zwischen Männern und uns Frauen ist es nicht immer einfach. Scheinbar denkt und fühlt jedes Geschlecht auf seine Weise – die dahinterstehende Logik erschließt sich dem jeweils anderen nicht. Die Menschheit scheint auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage:

“Warum sind Frauen so kompliziert?”

Gleichzeitig gälte es auch, eine andere Frage zu beantworten:

“Warum sind Männer so kompliziert?”

Vielleicht sind beide nicht kompliziert, sondern Empfindungen und Denkweisen weichen geschlechterbedingt voneinander ab.

Ein typisches Männer-Frauen-Ding

Er: “Schatz, was denkst du?
Sie: “Och, nichts!
Er: “Dann ist ja alles gut!

Nichts, absolut gar nichts ist gut. In ihr brodelt es innerlich. Er ahnt es. Doch er will jetzt auf gar keinen Fall das Feuerzeug an die Zündschnur halten. Weil er weiß, was kommt und doch lieber seine Ruhe haben will. Eigentlich gar nicht so unpraktisch – für ihn.

Noch so ein typisches Männer-Frauen-Ding

Er: “Warum schweigsam?
Sie: “Weil es besser ist, jetzt gerade!
Er: “Sagst du mir warum?
Sie: “Nein!
Er: “Okay!

Gut. Zugunsten von ihm muss ich jetzt sagen:

“Glück gehabt.”

Als Frau denke ich:

“Scheiß-Kerl! Warum hast du so schnell locker gelassen. Du weißt doch ganz genau, dass was im Busch ist. Liebst du sie? Dann kümmer dich. Zeig, dass es DIR wichtig ist. Arschloch! Nee, nicht wir Frauen sind kompliziert. Ihr, IHR Männer. Ihr seid blöde. Und kompliziert!”

Warum sind Frauen so kompliziert?

Als Frau kann ich beide Situationen sehr gut nachvollziehen und demzufolge auch erklären. Männer sind extrovertiert, fackeln nicht lange rum, sondern posaunen raus, was ihnen auf die “Nüsse” geht. Direkt, ohne Geschwafel. Frauen sind die Denker und Fühler. Kopfkino. Sie machen zunächst die Dinge mit sich selbst aus.

Spielen in Gedanken alle Möglichkeiten durch.

Wenn ich das sage, macht er dies.”

Sollte er – wenn er gut beraten sein will. Tut er aber nicht.

Wenn ich dies sage, reagiert er so!

Tut er aber auch nicht. Weil Männer andere Denkschemen anwenden. Blöderweise wir Frauen auch. Chaos. Missverständnisse. Streit. Im schlimmsten Fall ist die emotionale Entzweiung vorprogrammiert.

Noch ein Beispiel für ein typisches Männer-Frauen-Ding

Sie bedrückt etwas. Er merkt es. Und überlegt:

Stell´ich jetzt die alles entscheidende Frage? – Oder besser nicht?

Sie hofft, er stellt sie. Für ihn ein Desaster. Er hofft zugleich, dass ihm diese eine blöde Frage bloß nicht über die Lippen kommt. Für sie ein Desaster. So oder so ist Ärger vorprogrammiert. Beide in einer heiklen Situation. Er presst auf jeden Fall die Lippen zu. Sicher ist sicher. Was natürlich auch wieder einem Pulverfass kurz vor der Explosion gleich kommt.

Männer und Frauen: Miteinander-Sprech-Terror

Eine verfahrene Situation. Wenn sie etwas bedrückt, sollte die Frau es aussprechen. Demgegenüber steht allerdings, dass Männer nicht vollgelabert werden wollen. Anders kann sie nicht. Sie will sich erklären. So, dass er versteht. Ihm würde eine kurze, unkomplizierte Antwort vollkommen reichen. Geht nicht. Frauen MÜSSEN labern. Weibliche Genetik. Vorprogrammiert. So wie das genetisch veranlagte Bedürfnis der Männer, eine präzise Ansage zu erhalten. Damit kommen Männer klar. Frau hält besser die Klappe. Sie will schließlich keinen Streit.

Zwei elementare Gegensätze stehen sich gegenüber und der Konflikt ist vorprogrammiert, obwohl es ihn nicht gibt. Meist ist es nur eine klitzekleine Kleinigkeit, die aus der Welt zu schaffen wäre. Treffen in der Mitte. Jeder einen Schritt auf den anderen zu. Schon wäre alles in Ordnung. Leider ebenfalls zum Scheitern verurteilt. Wer macht den ersten Schritt? Wenn man sich nicht gleichzeitig aufeinander zu bewegt?

Der Mann geht die Sache pragmatisch an:

“Sie will was – also soll sie anfangen.”

Die Frau denkt sich:

“Wenn du mich liebst, machst du JETZT das Richtige.”

Schwups. Schon ist das Kind in den Brunnen gefallen. Es geht weiter. Er wartet. Sie wartet. Beide vergebens. Er – dreht sich rum und denkt kurz vorm Einschlafen:

“Dann kann es ja nicht so wichtig gewesen sein!”

Für sie bricht eine Welt zusammen.

“Er liebt mich nicht, sonst würde er jetzt nicht schlafen, sondern mich in den Arm nehmen mich mindestens bis zum Sonnenaufgang trösten und mir seine unendliche Liebe bekunden.”

Sie liegt die ganze Nacht wach. Tränen ins Kopfkissen. Kopfkino. Schmetterlinge abknallen. Einen nach dem anderen.

Indes dreht er sich 30 x grunzend im Schlaf rum, wacht kurz auf und denkt:

“Gott sei Dank rappelt der Wecker noch nicht, damit ich pünktlich und fit zur Arbeit komme.”

Ja, er hat den ganzen Tag gearbeitet. Schlaf verdient. Sie aber auch. Doch sie pfeift auf den Schlaf. Kopfkino.

Ein Paradebeispiel, wie es in wohl jeder Beziehung läuft. Während er sich genüsslich im Bett wälzt und sich den Wolf schnarcht, liegt sie wach und stellt die ganze Beziehung in Frage. Über Stunden hinweg grübelt sie. Sinniert. Zweifelt an seinen Gefühlen. Dann an ihren Gefühlen. Irgendwann holt sie die Nacht ein. Müdigkeit. Die verheulten Augen fallen zu. Kurz bevor die Sonne aufgeht und der Wecker rappelt.

Frauen nach einer Stunde Schlaf – Kriegsgefahr!

Sie. Pflichtbewusst. Der Wecker rappelt. Senkrecht.

“Los, aufstehen. Du musst zur Arbeit.”

Er:

“Guten morgen, Schatz! Gut geschlafen?”

Das Bett wird zum Minenfeld. Spätestens in der Küche treffen beide aufeinander. Dicke Luft. Explosionsgefahr. Es passiert. Ein klitzekleines Fünkchen. Sie explodiert. Der arme Kerl. Schnell ins Hemd springen. Krawatte um den Hals und ab durch die Mitte. Bloß weg hier. Nicht, ohne noch schnell einen Dolchstoß in ihr Herz zu rammen. Rums. Tür zu.

“Das hat gesessen. Was macht die mich auch so blöde an!”

Distanz

Sie verbringt den Tag zuhause. Er unterwegs. Kopfkino. Beide. Er dort. Sie hier. Was macht er? Was macht sie? Hat er geschrieben? Hat sie geschrieben? Denkt er gerade an mich? Denkt sie jetzt an mich? Was machst DU? Ich. Ich starre Minute um Minute auf den Bildschirm. Schließe die Augen. Rufe dich. Schreib mir. Jetzt. Bitte. Ich rufe dich.

Sie hört Musik. Sonst Hardcore. Jetzt Joel Brandenstein. Diese Liebe. Ja. Liebe. Sie macht es möglich. Aneinander denken. Miteinander das gleiche fühlen. Auch, wenn man kompliziert ist. Die Blitze einschlagen und die Türen knallen. Nur nicht zu oft. Nicht als Psychospiel. Ehrlichkeit. Miteinander. Nicht gegeneinander.

Den ganzen Tag höre ich Musik. Deutsch. Gefühlvoll. Gänsehaut-Stimmen. Diese Musik hat mich gerettet. Über die Distanz. Und jetzt. Meine Gefühle tragend, wenn ich am zweifeln war. Mir die Puste ausging.

Distanz tut manchmal gut. Kopfkino. Grübeln. Sinnieren. Distanz. Um dich wachzurütteln. Melde dich. Jetzt. Mit den richtigen Worten. Tu mir gut. Zeige, dass DU fühlst, was ICH brauche. Denn das ist es, was ich will. Dass du spürst. Ohne Worte.

Warum sind Frauen kompliziert? Warum sind Frauen SO kompliziert? Warum gibt es überhaupt so ein typisches Männer-Frauen-Ding? Kann das nicht einfach einfach sein? Unkompliziert? WIR sind kompliziert! Beide.

0:38 Uhr. Du schickst mir dein Herz.

“Und was fange ich jetzt damit an?
Herr X… das ist so kompliziert…
Iwie iss kein Licht am Ende des Tunnels zu sehen.
Und das fühlt sich bei mir nicht gut an.
Ich will und brauche Klarheit… nicht irgendwann, sondern bevor ich den blöden Viechern mit `ner Dose Paral an den Kragen gehe.”

Es ist passiert. Du hast es getan. Die richtige Frage im richtigen Augenblick. DU hast sie gestellt.

“Was willst du wissen?”

“Zwei Dinge… wann du kommst und was dann passiert”

“Sonntag
Mit Kindern
Was passiert?
Hmmmmm…
Weisst du das ?
Das ist das was wir nur beide wissen und entscheiden”

Ich glaube, wir sind auf einem guten Weg. Ohne Schmerzen. Ohne Seitenhiebe. Ohne Missverständnisse.

Warum ich das schreibe: Nur für dich

Sind wir schon ein Paar? Irgendwie. Nicht. Doch. Woher sollen wir das so genau wissen. Es sind die Schmetterlinge im Bauch, die fliegen. Inmitten aller Turbolenzen. Manchmal vom Sturm ganz schön gebeutelt. Aber sie flattern. Tapfere kleine Fighter. Wie sollte es auch anders sein?

Ich kann nicht vertrauen. Nur fühlen. Wir sind keine 17 mehr. Erfahrungen gesammelt. Nicht nur gute. Zweifel. Angst, was wenn…? Falls nicht? Oder wenn doch? Geht es dir genauso? Bist DU ehrlich? Betone ich meine Ehrlichkeit nur? Wortkünstlerin. Ich kann alles formulieren. In jede Richtung. DU. Der Stratege. Bin ich Teil einer Strategie? Mittel zum Zweck? Weil es praktisch wäre, wenn? Geht es dir auch so? Spielen uns die Schmetterlinge einen Streich? Flattern sie EHRLICH? Werden sie am Sonntag weiterflattern?

Ich WILL das. Ich habe geträumt. Und der Traum hat mir Hoffnung, Zuversicht und Kraft gegeben. Es hat mir gefallen. Mir gut getan. Dich angesteckt. OBWOHL es so absurd zu träumen war. Ohne Grund. Ich will daran festhalten, auch wenn die Kraft mir langsam ausgeht.

Und was ich noch WILL. Keine Pulverfässer. Keine Zündschnüre. Keine Minenfelder. Keine Explosionen in der Küche. Keine vollgeheulten Kopfkissen. Vertrauen, dann hast du meine Liebe sicher.

1.386 Worte. Ja, Profi halt. Geschwafel? Nein. Die ehrlichsten Worte, die ich für Geld niemals schreiben könnte. Worte, die du lesen musst. Weil es wichtig ist. Weil DU mir wichtig bist. Danke für deine Zeit. Und auch ein dickes Dankeschön an die Sänger mit ihren phantastischen Stimmen …

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